Information

Hier werden Nachrichten über den Salafismus veröffentlicht.
Was sind Salafisten?
Hier anschauen:
http://www.youtube.com/watch?v=l5HRdwsck10
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Diese Seite richtet sich nicht gegen Muslime und den Islam.
Diese Seite soll über den Salafismus/Islamismus/Terrorismus informieren.
Es ist wichtig über Fanatiker aufzuklären, um den Frieden und die Freiheit zu sichern.
Wir wollen in Europa mit allen Menschen friedlich zusammen leben,
egal welche Herkunft, Nationalität und Religion.


::: DOKUS :::
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Deshalb: Schaut euch die Accounts genau an!)

1.
[DOKU] Wie Salafisten zum Terror verleiten - 2013
https://www.youtube.com/watch?v=uM2x-vgdrKM

2.
Pulverfass Deutschland - Doku über Probleme zwischen Salafisten und Rechtsradikalen
https://www.youtube.com/watch?v=H5nOuzXJOmY

3.
Salafisten, ein finsterer Verein (heute-show)
https://www.youtube.com/watch?v=Myq48smApKs

4.
Deutsche Salafisten drangsalieren weltliche Hilfsorganisationen in Syrien | REPORT MAINZ
https://www.youtube.com/watch?v=lCext-9pu9I

5.
DIE SALAFISTEN KOMMEN
https://www.youtube.com/watch?v=uWARKJSKOP4

6.
Best of 2013 Peter Scholl Latour EZP Salafisten wird durch Saudisches Geld verbreitet!!!
https://www.youtube.com/watch?v=FmV3Z6f1BQQ

7.
Frauen im Islam
https://www.youtube.com/watch?v=mb4G6tUbkD0


8.
Gülen Bewegung
http://de.wikipedia.org/wiki/Fethullah_G%C3%BClen#Deutschland
Gefahr für Deutschland - Gülen Bewegung versucht die Unterwanderung
http://www.youtube.com/watch?v=E9Q1jS7Rw9M

9.
Islamisten oder Demokraten - Die Islamische Milli Görüs / Millî Görüş / Milli Görüş
http://www.youtube.com/watch?v=EtWjumM5G88

10.
Die türkischen Graue Wölfe (Rechtsextremismus/Islamismus)
http://www.youtube.com/watch?v=_Z9LEc4qM1I

11.
Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland
(türkisch Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu, ADÜTDF; kurz auch Türk Federasyon, dt. „Türkische Föderation“)
http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deration_der_T%C3%BCrkisch-Demokratischen_Idealistenvereine_in_Deutschland



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::: DOKUS ENDE :::


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Übersicht für 76j4725235b235b891248jv1@googlegroups.com - 3 Benachrichtigungen in 3 Themen

Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 22 05:48AM

Artikel - Islamweb
Artikel - Islamweb
 
Gute und b&#246;se Omen auf der Waagschale der Glaubenslehre Teil 1
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248317
Sep 22nd 2026, 04:54
 
 
Die korrekte islamische Glaubenslehre verwirklicht das Glück und den Erfolg im Diesseits und Jenseits – aufgrund der Richtigkeit ihrer Beweise, ihrer Übereinstimmung mit dem gesunden Herzen, der korrekten natürlichen Veranlagung und dem gesunden Menschenverstand. Der Muslim ist dazu angehalten, Anlässe für Übel und Heimsuchung zu meiden und alles zu unterlassen, was normalerweise schadet. Zudem soll man glauben und überzeugt sein, dass Allah, der Erhabene, der Schöpfer jeder Ursachen und Wirkung ist, dass es keinen Schöpfer und keinen Bestimmer außer Ihm, dem Lobpreiswürdigen, gibt und dass Schaden und Nutzen allein in Seiner Hand sind. Der Islam ist gekommen, um Aberglauben, Wahnvorstellungen und Einbildungen zu beseitigen, die mit dem gesunden Menschenverstand spielen. Die Vogeldeutung – das Suchen nach Omen – gehört zu den Charakterzügen und Glaubensvorstellungen der vorislamischen Zeit der Unwissenheit, die der Islam verboten hat. Was einem Menschen geschieht, hätte ihn nicht verfehlen sollen, und was ihm entgangen ist, hätte ihm nicht zukommen sollen. Alles, was auf der Erde an Schaden oder Unglück geschehen ist und geschieht, ist in der wohlverwahrten Tafel niedergeschrieben, bevor die Seelen erschaffen wurden. Allah, der Erhabene, sagt: „Kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst, ohne dass es in einem Buch (verzeichnet) wäre, bevor Wir es erschaffen - gewiss, dies ist Allah ein Leichtes.“ (Sure 57:22). As-Sa´dî schreibt: „Er, der Erhabene, berichtet über die Allgemeingültigkeit Seiner Bestimmung und Vorherbestimmung: ‚Kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst‘ – dies umfasst allgemein alle Geschehnisse, die die Geschöpfe treffen, ob gut oder schlecht. Alles ist in der wohlverwahrten Tafel niedergeschrieben, das Kleine und das Große. Dies ist eine gewaltige Angelegenheit, die der gesunde Menschenverstand nicht erfassen kann – vielmehr verstummen bei ihr die Herzen derjenigen mit Verstand. Aber für Allah ist es leicht. Und Allah teilte Seinen Dienern dies mit, damit diese Grundlage bei ihnen gefestigt wird und sie darauf das aufbauen, was sie an Gutem und Bösem trifft – damit sie nicht verzweifeln und nicht traurig sind über das, was ihnen entgangen ist, wonach ihre Seelen verlangt haben und worauf sie sich gefreut haben, denn sie wissen, dass dies in der wohlverwahrten Tafel niedergeschrieben ist und notwendigerweise eintreten und geschehen muss. Es gibt keinen Weg, es abzuwehren. Sie sollen sich auch nicht über das freuen, was Allah ihnen gegeben hat, also im Sinne der Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit, denn sie wissen, dass sie es nicht durch ihre eigene Kraft und Stärke erlangt haben, sondern durch Allahs Gunst und Wohltat. So beschäftigen sie sich mit dem Dank an den, der die Gaben gewährt und die Übel abgewehrt hat.“
 
Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) hat uns vor der Vogeldeutung und dem Glauben an böse Omen gewarnt und uns zum Optimismus ermutigt. Er sagte: „Es gibt keine (magische) Ansteckung und keine Vogeldeutung, aber ich mag das gute Vorzeichen.“ Sie fragten: „Was ist das gute Vorzeichen?“ Er sagte: „Ein gutes Wort.“ (Überliefert von Al-Buchârî). Und von Abû Hurayra, möge Allah mit ihm zufrieden sein, wird überliefert, dass der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Es gibt keine (magische) Ansteckung, keine Vogeldeutung, keinen Pechvogel und keinen Unglücksmonat.“ (Überliefert von Al-Buchârî). In einer Überlieferung von Al-Buchârî heißt es: „Es gibt keine Vogeldeutung, und das Beste davon ist das gute Vorzeichen.“ Sie fragten: „Was ist das gute Omen?“ Er sagte: „Das gute Wort, das einer von euch hört.“
 
Die Aussage: „Und das Beste davon ist das gute Omen“ – das heißt, das beste Vorzeichen. Es bedeutet nicht, dass Omen gut wären, sondern vielmehr, dass das Beste jener Vermutungen, deren Auswirkungen sich in der Wirklichkeit zeigen, das gute Vorzeichen ist. Da fragten die Gefährten nach der Bedeutung des guten Omens, und er (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte ihnen: „Das gute Wort, das einer von euch hört.“ Al-Harawî sagte: „Diese Frage (‚Sie fragten: Was ist das gute Vorzeichen?‘) entstand, weil sie an die allgemeine Vorstellung der Vogeldeutung dachten, die sowohl böse als auch schlechte Omen beinhaltet, wie es bei ihnen üblich war.“ Und As-Suyûtî sagte: „Al-Halîmî sagte: Er lobte das gute Omen, nicht die Vogeldeutung, weil der Glaube an böse Omen bedeutet, dass man grundlos schlecht über Allah denkt, während der Optimismus bedeutet, dass man gut von Allah denkt. Der Gläubige ist aufgefordert, in jeder Lage gut von Allah zu denken.“
 
Die Worte: „Es gibt keine Ansteckung“ lehnt den damaligen Aberglauben ab, dass die Krankheit (magisch) von ihrem Träger auf andere übergeht und dass sie von selbst wirkt. Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) lehrte sie, dass dies nicht der Fall ist, sondern dass Allah, der Mächtige und Erhabene, die Krankheit bestimmt und den Schaden herabsendet, und dass die Ansteckung nicht von selbst wirkt, sondern dies durch Allahs Bestimmung und Beschluss geschieht. Dies widerspricht nicht dem Hadith: „Wenn ihr hört, dass die Pest in einem Land herrscht, dann betretet es nicht. Und wenn sie ausbricht, während ihr euch in einem Land befindet, dann verlasst es nicht, um davor zu fliehen.“ (Überliefert von Al-Buchârî). Die Gelehrten haben diesen scheinbaren Widerspruch in diesen Hadithen aufgelöst und sie in Einklang gebracht. An-Nawawî schreibt: „Ein Beispiel für die Kombination der Hadithe ‚Es gibt keine Ansteckung‘ und ‚ein Kranker darf nicht bei einem Gesunden eintreten.‘ Beides kann vereinbart werden, weil Krankheiten nicht von selbst übertragen werden, vielmehr bestimmte Allah, der Lobpreiswürdige und Erhabene, dass sie durch Kontakt übertragen werden. Daher verneinte der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) im ersten Hadith den Aberglauben der vorislamischen Zeit von der magischen Ansteckung, und wies im zweiten darauf hin, dass man Ursachen meiden soll, die gewöhnlich mit Allahs Erlaubnis schaden.“
 
Die Aussage: „Es gibt keine Vogeldeutung“ – auf Arabisch Tatayyur ‚Omen‘, ‚Vogelflugdeutung‘, ‚Wahrsagerei‘. Niemand soll also meinen, dass das, was er zur Ursache für Pessimismus gemacht hat – ob es ein Geschöpf, ein Ort oder eine Zeit ist – die Ursache für das ist, was ihm geschieht. Vielmehr geschieht alles durch Allahs, des Mächtigen und Erhabenen, Bestimmung. Und seine Aussage: „Und keinen Pechvogel (Hâma)“ – das ist der Name eines Vogels, der nachts fliegt, mit dem sie Pessimismus verbanden. Und seine Aussage: „Und keinen Unglücksmonat (Safar)“ – das ist der bekannte Mondmonat Safar, den die Araber als Unglücksmonat bezeichneten. Er ist ein Monat von den Monaten Allahs, in dem Gutes und Böses geschehen, und nichts geschieht in ihm oder in anderen Monaten und Tagen außer durch Allahs, des Mächtigen und Erhabenen, Bestimmung.
 
Dieser Hadith „Es gibt keine Ansteckung und keine Vogeldeutung, und ich mag das gute Omen“ in seinen Versionen verbietet Omen, die mit Namen, Worten, Orten, Personen und der Zeit verbunden werden, vielmehr hängt alles von Allahs Bestimmung ab. Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) vereinte darin zwei Verbote und ein erwünschtes ‚Omen‘. Die zwei Verbotenen sind die magische Ansteckung und die Vogeldeutung. Das Erwünschte ist das gute Omen. Und dies gehört zur Lehre des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) für seine Umma.
 
 
 
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Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 22 05:48AM

Artikel - Islamweb
Artikel - Islamweb
 
Gute und b&#246;se Omen auf der Waagschale der Glaubenslehre Teil 2
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248323
Sep 22nd 2026, 04:55
 
 
Die Vogeldeutung und böse Omen
 
Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) verbot die Vogeldeutung (Tiyara) – also Aberglauben – und erklärte dies zu einer Form der Vielgötterei (Schirk). Dies liegt daran, weil die Araber vor dem Islam glaubten, dass Vögel ihnen Glück brächten oder Schaden von ihnen abwehrten, wenn sie entsprechend handelten. Sie stellten somit Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, eine andere Macht zur Seite. Dies bedingt, dass das Herz sich nicht an Allah bindet, sondern an Geschöpfe, außerdem ist dieser Art Aberglaube typisch für Polytheisten. Von ´Abdullâh ibn Mas´ûd, möge Allah mit ihm zufrieden sein, wird überliefert, dass der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Die Vogeldeutung ist Götzendienst, die Vogeldeutung ist Götzendienst, die Vogeldeutung ist Götzendienst.“ (Überliefert von Abû Dâwûd).
 
Ibn Hadschar schreibt in „Fath Al-Bârî“: „Die Tiyara […] ist der Pessimismus.“ Und Ibn Al-Athîr schreibt in „An-Nihâya fî Gharîb Al-Hadîth wa Al-Athar“: „Die Tiyara – oder Tîra – ist der Glaube, dass etwas ein böses Omen sei.“ An-Nawawî schreibt: „Die Vogeldeutung ist Götzendienst, das heißt: Der Glaube, dass sie nutzen oder schaden, wenn sie entsprechend handeln und dabei an ihre Wirkung glauben, ist Götzendienst, denn wer dies glaubt, schreibt den Vögeln eine Macht über Handlungen und das Schaffen dieser Umstände zu. […] Tatayyur ist der Glaube an schlechte Omen, das Wort bedeutet eigentlich unerwünschte Aussage, Handlung oder ein negatives Ereignis.“
 
Al-Munâwî schreibt in „Fayd Al-Qadîr“: „‚Die Vogeldeutung ist Götzendienst‘, das heißt, sie gehört zum Götzendienst. Denn die Araber glaubten, dass das, womit sie böse Omen verbanden, eine Ursache sei, die das Eintreten negativer Ereignisse bewirkt. Nur die Ursachen zu beachten, ist eine verborgene Form des Schirk, und somit erst recht, wenn dazu noch grobe Unwissenheit und Aberglaube kommen. Wer glaubt, dass jemand unabhängig von Allah nützt oder schadet, der gesellt Allah etwas bei.“
 
Ibn ´Abd Al-Barr schreibt in „At-Tamhîd“: „Wer Vogeldeutung beachtet, der sündigt, und seine Sünde liegt bei ihm selbst in seinem Beachtens der Vogeldeutung – wegen des Verlassens des Vertrauens (Tawakkul) und des klaren Glaubens. Denn er wird im Grunde von dem, womit er Vogeldeutung verbindet, heimgesucht, weil es keine wirklichen Vogeldeutung gibt und nichts außer dem geschieht, was Allah in Seinem vorausgegangenen Wissen wollte. Was ich in diesem Kapitel vertrete, ist: die Übergabe der Angelegenheit an Allah, den Mächtigen und Erhabenen, und das Aufgeben der endgültigen Festlegung auf Unglück durch Allah bei irgendetwas.“ Und Al-Qurtubî schreibt: „Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) verabscheute die Vogeldeutung, weil sie zu den Handlungen der Götzendiener gehören und weil sie eine schlechte Meinung von Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, hervorrufen.“
 
Ibn Taymiya schreibt in „Madschmû´ Al-Fatâwâ“: „Die Vogeldeutung bestehen darin, dass jemand eine Sache im Vertrauen auf Allah tut oder sich dazu entschließt und dann ein verhasstes Wort hört wie ‚Möge es nicht vollendet werden‘ oder ‚Möge es nicht gelingen‘ und Ähnliches, sodass er dies als Omen betrachtet und die Sache aufgibt – dies ist verboten.“ Ibn Al-Qayyim schreibt in „Miftâh Dâr as-Sa´âda“: „Er (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) machte seiner Umma die Angelegenheit klar und legte ihr die Falschheit der Wahrsagerei dar, damit die Menschen wissen, dass Allah, der Lobpreiswürdige, so etwas nicht als Zeichen für das Schicksal oder als Ursache für Schlimmes bestimmte, damit ihre Herzen Ruhe finden und sie die Einzigartigkeit verinnerlichen, mit der Er Seine Gesandten entsandte, Seine Bücher herabsandte, für sie die Himmel und die Erde erschuf und die beiden Wohnstätten – das Paradies und die Hölle – bevölkerte.“
 
Der Scheich Ibn Bâz schreibt in „Al-Qaul Al-Mufîd ´alâ Kitâb At-Tawhîd“: „Die Worte: ‚Die Vogeldeutung‘ beziehen sich auf sichtbare oder hörbare schlechte Omen. Es heißt auch, das böse Omen bekannter Dinge, ob diese nun sichtbar oder hörbar sind, ob Zeit oder Ort, diese Erklärung ist allgemeiner. Das Omen umfasst demnach auch Dinge, die weder sichtbar noch hörbar sind, wie Omen, die mit Zeiten in Verbindung gebracht werden. Das Wort Tatayyur bedeutet eigentlich Omen, doch wurde er den Vögeln zugeschrieben, weil die Araber damals meistens Omen mit Vögeln verbanden. Ansonsten bedeutet Tatayyur allgemein: ein Omen in Verbindung mit Gesehenem, Gehörtem oder Bekanntem. Die Araber verbanden Omen mit Vögeln, mit der Zeit, mit dem Ort und mit Personen. Dies ist eine Form von Schirk, wie der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte. Wenn der Mensch sich dem Glauben an Omen öffnet, verengt sich seine Welt und er stellt sich alles als Unglück vor. Das Omen soll dem Menschen gar nicht in den Sinn kommen, denn es vergällt ihm sein Leben. Es ist daher verpflichtend, dem Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) zu folgen, der gute Vorzeichen mochte. Der Mensch soll daher positiv denken und nicht an schlechte Omen glauben.“
 
 
 
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Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 22 05:48AM

Artikel - Islamweb
Artikel - Islamweb
 
Gute und b&#246;se Omen auf der Waagschale der Glaubenslehre Teil 3
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248326
Sep 22nd 2026, 04:55
 
 
Gute Vorzeichen
 
Das gute Vorzeichen oder Omen beschrieb der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) als das gute, schöne und wohlgefällige Wort, als seine Gefährten, möge Allahs Wohlgefallen auf ihnen sein, ihn fragten: „Was ist das gute Vorzeichen?“ Er antwortete: „Das gute Wort, das einer von euch hört.“
 
Al-Chattâbî schreibt: „Der Unterschied zwischen dem guten Vorzeichen und der Vogeldeutung besteht darin, dass das gute Vorzeichen auf einer positiven Einstellung von Allah, dem Erhabenen, beruht, während die Vogeldeutung darauf beruht, sich nicht auf Allah zu verlassen.“ Ibn Hubayra sagte: „Das gute Vorzeichen hat er (der Prophet) als das gute Wort beschrieben, das der Muslim hört und daraus auf das schließt, was ihn freut. Dies bedeutet, dass die Religion den Pessimismus und die Vogeldeutung verboten hat und den Optimismus empfohlen hat, weil das gute Vorzeichen bedeutet, gut von Allah, dem Erhabenen, zu denken, während die Vogeldeutung bedeutet, schlecht über Ihn, dem Mächtigen und Erhabenen, zu denken.“
 
An-Nawawî schreibt: „Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erklärte das gute Vorzeichen als das gute, schöne und wohlgefällige Wort. Die Gelehrten sagten: Er liebte das gute Vorzeichen nur deshalb, weil der Mensch, wenn er den Nutzen und die Gunst Allahs, des Erhabenen, durch etwas Einflussreiches oder Schwaches erhofft, in diesem Augenblick an das Gute denkt, selbst wenn er sich falsche Hoffnungen macht – denn die Hoffnung ist gut für ihn. Wenn er jedoch seine Hoffnung und Erwartung an Allah, den Erhabenen, aufgibt, dann ist das schlecht für ihn. Die Vogeldeutung hingegen beinhaltet eine negative Einstellung, man erwartet ein Unglück. Beispiele für gute Vorzeichen sind, dass jemand krank ist und man ihn positiv beeinfluss, indem man ihm etwa sagt: ‚Du bist ja schon wieder gesund‘, oder jemand sucht etwas und man sagt ihm: ‚Du wirst es finden‘, sodass man Hoffnung auf Heilung oder das Auffinden des Verlorenen hegt.“
 
Ibn Al-Qayyim schreibt: „Die Vorliebe für schöne Namen und Worte, die Allah, der Lobpreiswürdige, dem Menschen in die Wiege gelegt hat geliebte Worte – ist ähnlich dem, was Er in ihre angeborenen Anlagen gelegt hat von der Vorliebe für anmutige Landschaften, blühende Gärten, klares Wasser, schöne Farben, wohlriechende Düfte und köstliche Speisen. Und dies ist eine Sache, die man nicht abwehren kann und von der sich das Herz nicht abwenden kann. So nützt es dem Gläubigen, erfreut seine Seele und belebt sie und schadet ihm nicht in seinem Glauben und seinem Tauhîd. Und er (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) berichtete, dass das gute Vorzeichen zu den Vogeldeutung gehört, aber ihr Bestes ist. Er sagte: ‚Es gibt keine Vogeldeutung, und ihr Bestes ist das gute Vorzeichen.‘ So erklärte er die Vogeldeutung für ungültig und berichtete, dass das gute Vorzeichen dazugehört, aber ihr Bestes ist.“
 
Das gute Vorzeichen ist eine prophetische Sunna und eine positive Eigenschaft der gesunden Seele. Es hinterlässt seine Wirkung auf die Handlungen und Haltungen des Menschen, schenkt ihm Seelenfrieden und einen hohen Elan, pflanzt in ihm die Hoffnung und spornt ihn zum Handeln an. Das gute Vorzeichen ist nichts anderes als ein wahrhaftiger Ausdruck der guten und positiven Sicht auf das Leben. Das gute Vorzeichen ist ein Licht in den Finsternissen und eine Herzenshandlung, zu der der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) mit Worten und Taten ermutigt hat. Es ist verbunden mit dem Glauben an Allah, den Mächtigen und Erhabenen, und mit dem Wissen um Allah anhand Seiner schönsten Namen und höchsten Eigenschaften. Denn der Gläubige spürt die Allgegenwart Allahs: „Sei nicht traurig, Allah ist mit uns.“ (Sûra 9:40). Ebenso kennt er seinen Herrn durch Seine schönsten Namen – dass Er der Barmherzigste der Barmherzigen ist: „Und Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen.“ (Sûra 12:64), feinfühlig zu den Dienern: „Allah ist Feinfühlig zu Seinen Dienern.“ (Sûra â 42:19), und Seine Barmherzigkeit umfasst alles: „Und Meine Barmherzigkeit umfasst alles.“ (Sûra 7:156), Er verteidigt die Gläubigen: „Gewiss, Allah verteidigt diejenigen, die glauben.“ (Sûra 22:38), Er ist weitreichend in der Vergebung und nimmt die Reue an: „Der die Sünde vergibt und die Reue annimmt.“ (Sûra 40:3), Er ist der Helfer Seiner gläubigen Diener: „Wir werden gewiss Unsere Gesandten und diejenigen, die glauben, im diesseitigen Leben unterstützen.“ (Sûra 40:51) Es kommen noch viele andere schöne Eigenschaften Allahs im Qurân vor, die den Gläubigen Hoffnung, den Glauben an das Gute und das Hoffen auf Erleichterung vermitteln. Und all dies fließt in die Bedeutung des guten Vorzeichens ein, zu dem unser Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) mit Wort und Tat ermutigt hat und zu dem er seine Gefährten erzog.
 
Auf der anderen Seite besteht eine enge Beziehung zwischen dem Glauben an schlechte Omen und der Vielgötterei, die mit psychischen Erkrankungen und schwachem Elan zusammenhängen. Wer daran glaubt, erwartet das Schlimmste und sieht in allem das Böse und Misserfolg. Aus diesem Grund verabscheute der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) böse Omen und liebte gute Vorzeichen. Von Abû Hurayra, möge Allah mit ihm zufrieden sein, wird überliefert, dass er sagte: „Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) liebte das gute Vorzeichen und verabscheute die Vogeldeutung.“ (Überliefert von Al-Buchârî).
 
 
 
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Übersicht für 76j4725235b235b891248jv1@googlegroups.com - 6 Benachrichtigungen in 6 Themen

Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 17 05:46AM

Artikel - Islamweb
Artikel - Islamweb
 
Sure Al-Kâfirûn – Die klare Abgrenzung im Glauben
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248227
Sep 17th 2026, 05:18
 
 
Sure Al-Kâfirûn, „Die Ungläubigen“, ist die 109. Sure des Korans und eine der grundlegendsten Suren, wenn es um die Definition der islamischen Identität und das Verhältnis zu Andersgläubigen geht. Sie ist eine Makkah-Sure, offenbart in einer Zeit, als die Muslime noch eine kleine, verfolgte Minderheit waren und die heidnischen Quraisch versuchten, den Propheten zu einem Kompromiss in Glaubensfragen zu bewegen. Die Sure ist eine absolute Absage an jeden Kompromiss im Kern des Glaubens. Sie ist kurz, nur sechs Verse, aber ihr Inhalt ist ein Fels in der Brandung des religiösen Relativismus und der spirituellen Beliebigkeit. Sie lehrt den Muslim, wer er ist und wofür er steht, und bietet ihm eine klare, unverwechselbare Identität in einer Welt voller unterschiedlicher Glaubensvorstellungen.
 
Die Sure wurde als Antwort auf ein Angebot der polytheistischen Führer von Quraisch offenbart. Sie schlugen dem Propheten einen „fairen Tausch“ vor: Sie würden Allah für ein Jahr anbeten, wenn er im Gegenzug ihre Götzen für ein Jahr anbeten würde. Dies war ein scheinbar vernünftiger Vorschlag, der die Konflikte hätte beenden können. Doch der Prophet wies diesen Vorschlag entschieden zurück und wartete auf die göttliche Führung, die in Form dieser Sure kam.
 
Die Sure beginnt mit dem Befehl: „Sag: O ihr Ungläubigen“ (Sure 109:1). Die Adressaten sind die „Kâfirûn“ – diejenigen, die die Wahrheit der Botschaft trotz ihrer Klarheit ablehnen. Die folgenden Verse wiederholen eine grundlegende Aussage in verschiedenen Variationen: „ich diene nicht dem, dem ihr dient, und ihr dient nicht Dem, Dem ich diene. Und ich werde (auch) nicht dem dienen, dem ihr gedient habt, Und ihr werdet nicht Dem dienen, Dem ich diene.“ (Sure 109:2-5). Diese Verse etablieren eine unüberbrückbare Kluft zwischen dem, was der Muslim anbetet, und dem, was die Ungläubigen anbeten. Es ist eine Erklärung der völligen und absoluten Verschiedenheit. Der Muslim betet den Einen, einzigartigen Gott an – Allah, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Die Ungläubigen beteten Götzen, Steine, Macht und weltliche Begierden. Es gibt keine Gemeinsamkeit in diesem grundlegendsten Aspekt des Lebens.
 
Der letzte Vers, „Euch eure Religion und mir meine Religion.“ (Sure 109:6), ist einer der bekanntesten Verse des Korans. Er wird oft als Grundlage für die islamische Haltung der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens zitiert. Der Muslim wird angewiesen, die Andersgläubigen in Ruhe zu lassen und ihnen ihren Glauben zu lassen, während er selbst an seinem festhält. Dies bedeutet nicht, dass der Muslim die anderen Religionen als gleichwertig oder richtig akzeptiert. Es ist eine pragmatische Anweisung: Es gibt keine Zwang in der Religion, und jeder Mensch wird für seine eigenen Überzeugungen und Taten zur Rechenschaft gezogen. Diese Sure verhindert, dass Muslime in nutzlose und aufreibende theologische Debatten verfallen oder versuchen, Andersgläubige mit Gewalt zu bekehren. Gleichzeitig verbietet sie jegliche Form der Kompromissbereitschaft im Kern des Glaubens.
 
Für den Alltag eines Muslims hat diese Sure mehrere tiefgreifende Auswirkungen:
 
1. Unverwechselbare Identität (Tamyîz): In einer globalisierten Welt, die oft nach Gleichmacherei strebt, erinnert die Sure den Muslim daran, dass er eine einzigartige Identität hat. Er ist kein „universaler“ Gläubiger, der allen Gottheiten huldigt, sondern ein Diener des einen, allmächtigen Allah. Diese Sure fordert ihn auf, stolz auf seine Religion zu sein und seinen Glauben nicht zu verwässern, nur um dazuzugehören. Der Prophet sagte über einen, der diese Sure rezitierte: „Er ist vor dem Schirk geschützt“.
 
2. Klare Grenzen in Beziehungen: Die Sure lehrt, dass die Toleranz gegenüber Andersgläubigen ihre Grenzen hat. Der Muslim kann mit Nicht-Muslimen in Frieden, Gerechtigkeit und Freundlichkeit zusammenleben, aber er darf ihre religiösen Praktiken nicht billigen oder daran teilnehmen. Die Liebe zu Allah und Seinem Gesandten muss über allem anderen stehen. Der Prophet selbst, der der beste Vorbild war, pflegte freundliche Beziehungen zu seinen nichtmuslimischen Nachbarn und Verwandten, weigerte sich aber, ihre Götzen anzuerkennen.
 
3. Widerstand gegen Gruppenzwang: Die Sure lehrt den Muslim, Nein zu sagen, auch wenn es unpopulär oder unangenehm ist. Die Versuchung, Kompromisse einzugehen, um Konflikte zu vermeiden oder Akzeptanz zu finden, ist groß. Die Sure al-Kâfirûn gibt dem Muslim die geistige Stärke, standhaft zu bleiben und zu sagen: „Euch eure Religion und mir meine Religion.“
 
4. Reiner Monotheismus: Die Sure enthält die Essenz der Tawhid, des reinen Monotheismus. Sie ist ein Akt der Loslösung von allem, was nicht Allah ist. Der Prophet rezitierte diese Sure oft zusammen mit Sure al-Ikhlas, um die beiden Aspekte des Glaubens zu betonen: die Bestätigung des Einen Gottes und die Ablehnung aller falschen Götter.
 
Die Sure Al-Kâfirûn ist somit ein täglicher Akt der Erneuerung des eigenen Glaubens. Sie schützt den Muslim vor dem Schirk (der Verehrung anderer neben Allah) und verleiht ihm die innere Festigkeit, seinen Glauben in einer pluralistischen Gesellschaft zu leben. Sie ist ein Aufruf zu einer höflichen, aber entschiedenen Abgrenzung und ein Zeugnis dafür, dass der Islam eine klare, kompromisslose Botschaft des Monotheismus ist, die alle anderen Formen der Anbetung als falsch betrachtet. Möge Allah uns helfen, diese Sure zu verstehen und nach ihren Lehren zu leben.
 
 
 
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Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 17 05:46AM

Artikel - Islamweb
Artikel - Islamweb
 
Sure An-Nasr – Der Sieg als Aufruf zur Demut
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248224
Sep 17th 2026, 05:17
 
 
Sure An-Nasr, „Die Hilfe“ oder „Der Beistand“, ist die 110. Sure des Korans und eine der letzten, die offenbart wurde. Mit nur drei Versen ist sie kurz, aber ihr Inhalt ist von einer Tiefe und Tragweite, die das gesamte Leben des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm) und darüber hinaus die Botschaft für jeden Gläubigen zusammenfasst. Sie beschreibt das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen, indem sie den endgültigen Triumph des Islam über die heidnische Gesellschaft Arabiens vorhersagt. Doch anstatt zu einem Ausbruch von Selbstgefälligkeit oder Überlegenheitsgefühl aufzurufen, befiehlt die Sure Demut, Lobpreis und Reue. Diese Sure ist ein Meisterwerk der spirituellen Führung und lehrt den Muslim, wie er mit Erfolg und Sieg umgehen soll – eine Lektion, die in jeder Epoche und in jedem Bereich des Lebens von unschätzbarem Wert ist.
 
Die Sure beginnt mit den Worten: „Wenn Allahs Hilfe kommt und der Sieg“ (Sure 110:1). Der „Sieg“ bezieht sich auf die Eroberung Mekkas, das bedeutendste Ereignis im Leben des Propheten nach der Hidschra. Diese Eroberung war nicht nur ein militärischer Sieg, sondern ein moralischer und spiritueller Triumph, der die Vorherrschaft des Islam in Arabien besiegelte. Vers 2 fährt fort: „und du die Menschen in Allahs Religion in Scharen eintreten siehst“ (Sure 110:2). Die Botschaft hatte sich durchgesetzt, und die Menschen strömten in Scharen zum Islam. Dies war der Höhepunkt von über zwanzig Jahren geduldiger Verkündigung, unermüdlichen Kampfes und unerschütterlichen Glaubens.
 
Doch anstatt den Propheten anzuweisen, seinen Erfolg zu feiern, lautet der dritte und entscheidende Vers: „dann lobpreise deinen Herrn und bitte Ihn um Vergebung; gewiss, Er ist Reue-Annehmend.“ (Sure 110:3). Die Reaktion auf den größten Sieg ist nicht Stolz, sondern Demut; nicht Selbstfeier, sondern Lobpreis Allahs; nicht Selbstzufriedenheit, sondern das Bitten um Vergebung. Dies ist eine der tiefsinnigsten Lektionen des Islam: Wahre Größe und Erfolg führen den Gläubigen nicht von Allah weg, sondern zu Ihm hin. Der Prophet, der die Botschaft verstand, sagte nach der Offenbarung dieser Sure: „Mir wurde mein Tod angekündigt“. Für ihn war dieser Vers das Zeichen, dass seine Mission auf Erden vollendet war und seine Rückkehr zu seinem Herrn bevorstand. Aus diesem Grund intensivierte er seine gottesdienstlichen Handlungen, seine Reue und seine Lobpreisungen in den verbleibenden Monaten seines Lebens.
 
Diese Botschaft ist für den Alltag eines jeden Muslims von entscheidender Bedeutung. Wir alle erleben Momente des Erfolgs – sei es das Bestehen einer Prüfung, eine berufliche Beförderung, die Gründung einer Familie oder ein anderes persönliches Ziel. Die Sure An-Nasr lehrt uns, wie wir auf diese Momente reagieren sollen. Der natürliche Impuls des Menschen ist Stolz, Selbstzufriedenheit und das Gefühl, alles aus eigener Kraft erreicht zu haben. Die Sure korrigiert diese Haltung und ruft uns zu drei Tugenden auf:
 
1. Lobpreis (Tasbîh): Wir sollen Allah lobpreisen und Ihm für den Erfolg danken. Jeder Erfolg ist letztlich ein Geschenk von Ihm, eine Manifestation Seiner Hilfe. Der erste Schritt nach einem Sieg sollte daher die demütige Anerkennung sein, dass allein Allah die Macht und den Willen dazu gab.
 
2. Bitte um Vergebung (Istighfâr): Dies ist eine der überraschendsten und tiefsinnigsten Anweisungen. Selbst in einem Moment des größten Triumphes soll der Mensch seine Fehler und Mängel erkennen und Allah um Vergebung bitten. Dies verhindert, dass der Erfolg den Menschen korrumpiert. Er wird daran erinnert, dass er trotz aller Erfolge ein Diener bleibt, der der Barmherzigkeit und Vergebung seines Herrn bedarf. Der Prophet selbst, der makelloseste Mensch, wurde aufgefordert, um Vergebung zu bitten – was bedeutet, dass dies für jeden von uns noch viel wichtiger ist.
 
3. Demut und Gottesbewusstsein (Taqwâ): Die gesamte Sure ist eine Übung in Demut. Sie lehrt, dass der wahre Lohn eines Sieges nicht in der Bestätigung durch die Welt liegt, sondern in der Nähe zu Allah. Wer Erfolg hat und dadurch seiner Familie und Gesellschaft nützt, hat die Botschaft von An-Nasr verstanden. Allah hilft denen, die Ihm dienen, und der Ausdruck der Dankbarkeit ist die Zunahme im Gehorsam.
 
Diese Sure erinnert uns auch daran, dass jeder Erfolg in dieser Welt vergänglich ist. Der größte Sieg des Propheten – die Eroberung Mekkas – leitete nicht eine Ära des Wohlstands und der Ruhe ein, sondern war das Vorspiel zu seinem Tod. Dies ist eine wichtige Lektion für den Muslim: Wir sollten unseren Erfolg nie als etwas Endgültiges oder als unsere eigene Schöpfung betrachten. Jeder Erfolg ist ein Mittel, um Allah näher zu kommen, und eine Gelegenheit, Ihm zu dienen und um Seine Vergebung zu bitten. Wer diese Sure versteht, wird von der Furcht vor dem Scheitern befreit und von der Gefahr des Hochmuts bewahrt. Er wird Erfolg und Misserfolg gleichermaßen als Prüfungen betrachten, die ihn zu seinem Herrn führen sollen.
 
 
 
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Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 17 05:46AM

Artikel - Islamweb
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Der Vers „Unheil ist auf dem Festland und im Meer erschienen“ Teil 1
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248236
Sep 17th 2026, 05:18
 
 
Ein Vers aus dem edlen Buch Allahs gehört zu den umfassendsten Aussagen des Qur'an. Mit ihm wurde die Ermahnung durch die Ereignisse – ihre Vergangenheit und Gegenwart – beabsichtigt, sowie das Festhalten an dem, was Allah geboten hat, und das Unterlassen dessen, wovor Er, der Lobpreiswürdige, gewarnt hat. Der Vers lautet: „Unheil ist auf dem Festland und im Meer erschienen wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben, damit Er sie einiges von dem kosten lässt, was sie getan haben, auf dass sie umkehren mögen.“ (Sûra 30:41). Wir betrachten diesen Vers, um seine Botschaft zu entschlüsseln – und zwar durch die folgenden Betrachtungen:
 
Erste Betrachtung: Das Wort zahara „erschien“, das heißt: Es wurde offenbar und deutlich. Erscheinen bedeutet, dass etwas, das bereits existiert, sichtbar wird, wir es aber nicht sehen. Wenn der lobenswerte Herr sagt: „Es ist das Unheil entstanden“, muss das Unheil bereits existiert haben – aber die Verursacher des Unheils haben es verborgen, bis es in der Gesellschaft reifte und sich ausbreitete. Das Unheil selbst erscheint nicht, sondern seine Wirkung erscheint. Das Unheil (Fasâd) erscheint, wenn der Mensch das Gesetz Allahs ignoriert, also das „Tu“ und „Tu nicht“. Die Rechtschaffenheit ist hingegen schon da und besitzt eine Immunität, mit der sie das Unheil bekämpft. Wenn jedoch die Flut des Unheils ansteigt und über die Rechtschaffenheit siegt und sie überwältigt, dann wird es den Menschen offenbar und sichtbar.
 
Die zweite Betrachtung: Das Unheil ist der negative Zustand, es ist das Gegenteil des Guten und Nützlichen. Die Gelehrten deuten das Wort Fasâd „Unheil“ im Vers unterschiedlich. Die von Ibn ´Abbâs, möge Allah mit beiden zufrieden sein, überlieferte Auffassung besagt, dass es die Verminderung des Segens (Baraka) durch die Handlungen der Diener ist – damit sie bereuen. An-Nahhâs schreibt: „Dies ist die beste Aussage über den Vers.“
 
Die Worte: „auf dem Festland und im Meer“ bedeuten, dass das Unheil die Verschlechterung der Güter an Land und auf See betrifft, von denen die Menschen profitieren. So besteht das Unheil auf dem Land im Verlust des Nutzens und im Entstehen von Schaden – wie das Zurückhalten von Nahrungsmitteln wie Getreide, Früchte und Weidepflanzen, das Verenden der Nutztiere, das Abwandern des Wildes aufgrund von Dürre, und das Entstehen von Plagen wie Heuschrecken, Insekten und Krankheiten. Das Unheil im Meer zeigt sich daran, dass man es nicht mehr nutzen kann, wie etwa weniger Fische, Perlen und Korallen, die zu den größten Ressourcen der arabischen Länder gehörten, und in der Zunahme von Stürmen, die Seereisen behindern, sowie das Versiegen der Flüsse, durch die sich die Menschen mit Wasser versorgen.
 
Die Erwähnung von „Land und Meer“ bezieht sich auf alle Richtungen, das heißt: Das Unheil ist überall auf dem Land und im Meer erschienen. Das „wegen“ in den Worten: „wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben“ bedeutet Kausalität. Das „damit“ in: „damit Er sie einiges von dem kosten lässt, was sie getan haben“ bedeutet Konsequenz. Somit bedeutet der Satz: Also ließen Wir sie ein wenig von dem kosten, was sie getan haben.
 
Die dritte Betrachtung: Die Worte: „Unheil ist auf dem Festland und im Meer erschienen“ beziehen sich bereits auf die Zeit des Gesandten Allahs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken), um uns zu zeigen, dass die Gesandten nur entsandt wurden, um die Menschheit vor diesem Unheil zu retten. Aber da für dieses Unheil ein Grund genannt wird, ist es von dieser Ursache abhängig, ob diese existiert oder nicht. Immer wenn Unheil entsteht, kommt die Strafe. Dies ist ein universelles Gesetz Allahs, das bis bis zum Tag der Auferstehung gelten wird.
 
Die Vergangenheitsform in „ist erschienen“ bezieht sich tatsächlich auf das Vergangene, daher ist das Unheil bereits erschienen und kommt nicht erst in der Zukunft. Demnach muss es sich um ein beobachtetes Unheil oder eines handeln, von dem sehr häufig berichtet wird (Mutawâtir). Die Vergangenheitsform kann im Arabischen aber auch bedeuten, dass man sicher damit rechnet, dass Unheil entstehen wird, sodass dies als Warnung davor gilt, als ob es bereits geschehen wäre. Ähnlich heißt es im Qurân: „Der Befehl Allahs (zur Auferstehung) ist gekommen.“ (Sûra 16:1). Wie dem auch sei, „Unheil“ schwören die Menschen durch Allahs Erlaubnis herauf. Dies zeigen die Worte: „wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben.“ Allah legt derartige Ursachen auf besondere Weise fest, um diejenigen zu bestrafen, denen Er zürnt, weil sie schlechte Taten begehen. Dies ist mit „wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben“ gemeint.
 
Die vierte Betrachtung: „wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben“ Damit sind kleine und große Sünden gemeint. So verbreitete sich das Unheil, und seine Ansteckung breitete sich aus, und es wurde von Generation zu Generation vererbt – wo immer sie sich niederließen und wo immer sie sich befanden. Die Zuschreibung des „Verdienens“ (Kasb) zu den Händen ist nach Art eines Gleichnisses für das Tun von Bösem und Schlechtem bei allen Handlungen – ohne dass damit speziell das gemeint wäre, was mit den Händen getan wird. Denn was die Menschen verdienen, geschieht durch alle äußeren Glieder und durch die inneren Sinne – von abweichenden Glaubensvorstellungen und Herzenskrankheiten.
 
Die schlimmste aller schlechten Taten, die die Hände der Menschen verüben, ist die Verehrung anderer neben Allah – und dies ist hier gemeint, auch wenn die Aussage allgemein ist. Es ist bekannt, dass das das Unheil entsprechend dem Ausmaß der Sünden der Menschen ausfällt. Der Gesandte Allahs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) wurde gefragt: „Welche Sünde ist die größte?“ Er sagte: „Dass du Allah einen Rivalen zur Seite stellst, obwohl Er dich erschaffen hat.“ Der Rivale ist der Gleiche und Ebenbürtige, doch heißt es im Qurân: „Und was immer euch an Unglück trifft, ist durch das, was eure Hände verdient haben.“ (Sûra 42:30). Und es heißt: „Und würden sie den rechten Weg einhalten, würden Wir ihnen reichlich Wasser zu trinken geben.“ (Sûra 72:16).
 
 
 
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Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 17 05:46AM

Artikel - Islamweb
Artikel - Islamweb
 
Rang verschiedener Handlungen und die individuelle Situation des Handelnden Teil 1
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248230
Sep 17th 2026, 05:18
 
 
Allah erschuf die Geschöpfe, damit sie Ihm dienen. Und Er machte zu den vornehmsten Zielen der Anbetungen das Aufsteigen in den Rangstufen der Gottesfurcht (Taqwâ) und des Glaubens (Îmân), die Verwirklichung der Stufe der Bewachung (Murâqaba) und der Vollkommenheit (Ihsân), das Erlangen der Wonne der Anbetung und die Verwirklichung ihrer Ziele.
 
Und da sich die Naturen der Anbetenden in den Ursachen und Mitteln zur Verwirklichung dieses Ziels unterscheiden, unterschieden sich auch die Antworten des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) auf dieselbe Frage – je nach dem unterschiedlichen Zustand des Fragestellers.
 
Im „Ṣahîh Al-Buchârî“ wird von ´Abdullâh ibn Mas´ûd überliefert, dass er sagte: „Ich fragte den Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken): ‘Welche Handlung ist Allah am liebsten?’ Er sagte: ‘Das Gebet zu seiner Zeit.’ Ich fragte: ‘Dann welche?’ Er sagte: ‘Dann die Güte zu den Eltern.’ Ich fragte: ‘Dann welche?’ Er sagte: ‘Der Dschihâd auf dem Weg Allahs.’ Er sagte: ‘Er erzählte mir diese, und wenn ich ihn um mehr gebeten hätte, hätte er mir mehr gegeben.’„
 
Und Abû Umâma stellte ihm dieselbe Frage: „Welche Handlung ist die vorzüglichste?“ Er sagte: „Halte dich an das Fasten, denn es hat keinen Gleichen.“ Überliefert von an-Nasâ`î.
 
Was Abû Mûsâ Al-Asch´arî, möge Allah mit ihm zufrieden sein, betrifft, so überliefern Al-Buchârî und Muslim von ihm, dass er sagte: „Sie sagten: ‘O Gesandter Allahs, welcher Islam ist der beste?’ Er sagte: ‘Diejenige, bei der die Muslime vor seiner Zunge und seiner Hand sicher sind.’“ (Einigkeit über die Überlieferung).
 
Und dies ist ein weites Feld für denjenigen, der es verfolgen und seine Aspekte sammeln möchte. Es ist auch von großer Bedeutung für jeden, der sich für die Fatwâ und die Einladung (Da´wa) hervortun möchte und sich der Erziehung der Menschen, ihrer Belehrung und Anleitung sowie der Beantwortung ihrer Fragen widmet. Denn die Seelen sind unterschiedlich, und was für den einen heilsam ist, mag für den anderen nicht heilsam sein. Und was den einen zur Ruhe der Seele, ihrer Stabilität, Beruhigung und Wonne an der Anbetung ohne Überdruss und Langeweile bringt, mag mit den Seelen anderer nicht übereinstimmen.
 
Es ist bekannt, dass die Rangstufen der Anbetungen und ihre Stellungen bei Allah sich danach unterscheiden, welche Frucht sie im Herzen des Anbetenden hervorbringen und welchen Grad der Gottesfurcht (Taqwâ) und Vollkommenheit (Ihsân) er damit erreicht. Daher ist es sehr wichtig, dass derjenige, der zu Allah unterwegs ist, weiß, dass es ein Irrtum ist zu meinen, dass die Gehorsamshandlungen eine angesammelte Menge oder ein Zähler sind, der Bewegungen und Ruhezustände erfasst. Vielmehr ist die Wahrheit, dass die Handlung bei Allah eine Waage ist, nicht eine Zählung, und eine Qualität, nicht eine Quantität. So manches „subhân Allâh“ inmitten der Nacht mit gegenwärtigem Herzen hat in der Waage manches Durchlesen des Qurân mit abwesendem Herzen überholt. Und eine Träne in der Einsamkeit bewahrt ihren Verrichter vor der Hitze des Feuers. Und die heimliche Almosen (Ṣadaqa) löscht den Zorn des Herrn. Und eine geringe, leichte Handlung in Aufrichtigkeit (Ichlâṣ) lässt ihren Verrichter am Tag der Auferstehung im Schatten Allahs weilen. Und das Mitleid mit einem Tier um Allahs willen lässt die Sünden einer Hure vergeben werden, die ihr Leben im Schlamm der Unzucht verbrachte.
 
Von hier aus kommt die Kenntnis der Rangstufen der Handlungen (Fiqh Marâtib Al-A´mâl) und wird zum Kompass, der den Muslim davor bewahrt, das Meer zu pflügen oder ein Schloss in der Luft zu bauen. Und dies ist der Unterschied zwischen dem zählenden Anbeter und dem erkennenden, schauenden (Wissenden).
 
Handlungen: Vorzügliche und weniger vorzügliche
 
Der Schlüssel zur Abhandlung in diesem Kapitel ist, dass einige Anbetungshandlungen vorzüglich sind und andere weniger vorzüglich; dies gilt im Allgemeinen. Was jedoch die Einzelheiten betrifft, so kann das, was zu einer Zeit vorzüglich ist, zu einer anderen Zeit weniger vorzüglich sein. Und noch wichtiger als dies ist, dass die vorzügliche Handlung für einen Menschen geringer ausfallen kann für einen anderen Menschen – je nach dem, was mit ihr an Zielen der Anbetung selbst und dem, was Allah von ihr will, verbunden ist, und was sich im Diener davon verwirklicht.
 
Dieses Thema gehört zu den subtilen Wissensbereichen. Wem darin Verständnis gegeben wird, dem wird viel Gutes gegeben. Wenn er für sich selbst handelt, nützt es ihm selbst und er steigt im Zustand und im Lohn auf. Und wenn er ein wissender Lehrer für andere ist, so nützt Allah durch ihn den Geschöpfen und öffnet den Menschen die Tore des Guten, und er verkehrt mit jedem Menschen so, wie es ihm entspricht und ihm in seiner Religion, seinem Diesseits und seinem Jenseits nützt – so wie es der Gesandte Allahs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) mit seinen Gefährten tat.
 
Der Unterschied der Vorzüglichkeit nach Zeiten und Zuständen
 
Der Scheich Al-Islâm (Ibn Taymiyya) hat in seiner Darlegung zu diesem Kapitel eine meisterhafte Leistung vollbracht und Worte geäußert, die so treffend, schön und nützlich sind. Und zu seinem vortrefflichen Verständnis in diesem Kapitel gehört, dass die Beurteilung des Vorzüglichen und des weniger Vorzüglichen sich auf die Zeit und die Epoche beziehen kann, oder von der Fähigkeit des Angesprochenen zur Handlung abhängen kann, oder auf den Nutzen zurückgehen kann, den sein Verrichter daraus zieht. Die Vorzüglichkeit hängt für ihn nicht nur vom Grundsatz ab, sondern auch von dem, was die Handlung umgibt – an Zeit, Fähigkeit und Wirkung.
 
Er, möge Allah sich seiner erbarmen, sagte zur Bestätigung dieser Bedeutung: „Und hier gibt es einen Grundsatz, den wir kennen sollten: Wenn eine Sache im Allgemeinen vorzüglich ist, muss sie nicht in jedem Zustand und nicht für jeden vorzüglich sein. Vielmehr ist das weniger Vorzüglich in seiner Stellung, für die es vorgeschrieben wurde, vorzüglicher als das absolut Vorzügliche.“ (Madschmû´ Al-Fatâwâ 24/237)
 
Und er sagte: „Und es kann sein, dass das weniger Vorzüglich zu einer Zeit vorzüglicher ist als das Vorzügliche, und es kann sein, dass das weniger Vorzüglich für denjenigen, der es vermag und davon Nutzen hat, vorzüglicher ist als das Vorzügliche für denjenigen, der nicht so ist.“ (Madschmû´ Al-Fatâwâ 11/399)
 
Und er sagte: „Und das Vorzügliche variiert je nach den verschiedenen Zuständen der Menschen. Es gibt Handlungen, deren Art an sich vorzüglich ist, die dann aber zurückgesetzt oder sogar verboten sein können.“ (Madschmû´ Al-Fatâwâ 22/309)
 
Und diesen Grundsatz erwähnte er oft verstreut in der „Madschmû´ Al-Fatâwâ“ und in anderen Werken und wiederholte ihn mit Nachdruck, um auf seine Wichtigkeit hinzuweisen.
 
 
 
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Artikel - Islamweb
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Der Vers „Unheil ist auf dem Festland und im Meer erschienen“ Teil 2
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248242
Sep 17th 2026, 05:18
 
 
Die fünfte Betrachtung: Seine Aussage, des Mächtigen und Erhabenen: „damit Er sie ein wenig von dem kosten lasse, was sie getan haben“ – gemeint ist ein Teil der Bestrafung für die gesamte Handlung, nicht die Bestrafung für einen Teil der Handlung. Das heißt: Das, was Er sie an Strafe kosten lässt, ist nur ein Teil dessen, was sie verdient haben. Und darin liegt eine Drohung, wenn sie nicht von ihren üblen Taten ablassen – wie Sein Ausspruch, des Erhabenen: „Und würde Allah die Menschen für das, was sie verdient haben, belangen, Er würde auf ihrer (Oberfläche) kein sich bewegendes Wesen zurücklassen.“ (Sûra 35:45). Anschließend folgt die Strafe des Jenseits, wie Er, der Erhabene, sagte: „Aber die Strafe des Jenseits ist härter und beständiger.“ (Sûra 20:127). Ibn Kathîr sagte: „Seine Aussage: 'damit Er sie ein wenig von dem kosten lasse, was sie getan haben' – das heißt: Er prüft sie durch die Verminderung von Besitz, Leben und Früchten – als Prüfung von Ihm und als Vergeltung für ihr Tun.“
 
Die sechste Betrachtung: Die Worte: „auf dass sie (zu Ihm) umkehren mögen“ bedeuten: Sie kehren von den Sünden um und lassen von ihren Sünden und Fehltritten ab. Qatâda sagte: „Auf dass ein Umkehrender umkehrt, auf dass ein Reuiger bereut, auf dass ein um Verzeihung Bittender um Verzeihung bittet.“ Das heißt: Allah bestraft sie mit dem Unheil nur für einen Teil ihrer Sünden, damit sie reumütig zur Wahrheit umkehren, wie es im Qurân heißt: „Und Wir prüften sie mit Gutem und Bösem, auf dass sie umkehren mögen.“ (Sûra 7:168). Die Hoffnung, die dem Wort la´alla „auf dass“ zu entnehmen ist, zeigt, dass das geschehene Unheil ausreicht, um sie von der Sünde abzubringen, die sie begangen haben, und dass in ihrer Lage noch Hoffnung auf Umkehr besteht. Sollten sie jedoch nicht umkehren, haben sie ihre Widerspenstigkeit bewiesen, sodass die Ermahnung bei ihnen nicht gewirkt hat. Hierzu heißt es im Qurân: „Sehen sie denn nicht, dass sie jedes Jahr einmal oder zweimal der Versuchung ausgesetzt werden? Aber dann bereuen sie nicht und bedenken sie nicht.“ (Sûra 9:126).
 
Die siebte Betrachtung: In der reinen Sunna finden sich im Lichte dieses Verses Hadithe, wie etwa ein von al-Hâkim und at-Tabarânî mit einer authentischen Überliefererkette von Ibn ´Abbâs, möge Allah mit beiden zufrieden sein, vom Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) überlieferten Hadith: „Wenn außerehelicher Geschlechtsverkehr und Zins in einem Ort öffentlich werden, dann haben sie sich selbst der Strafe Allahs ausgesetzt.“
 
Und Ibn Mâdschah, al-Bazzâr und al-Bayhaqî überlieferten mit einer guten Überliefererkette von ´Abdullâh ibn ´Umar, dass er sagte: „Der Gesandte Allahs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) wandte sich uns zu und sagte: ‚O ihr Auswanderer! Fünf Dinge – wenn ihr ihnen ausgesetzt seid, und ich suche Zuflucht bei Allah davor, dass ihr sie erlebt: Wenn in einem Volk die Schandtat jemals offen zutage, wird sie sich stets unter ihnen die Seuche und Leiden ausbreiteten, die ihre Vorfahren nicht kannten. Wenn sie Maße und Gewichte fälschen, werden sie stets mit Dürrejahren, schwerer Not und der Tyrannei der Herrscher heimgesucht. Und wenn sie die Zakât auf ihr Vermögen verweigern, wird ihnen stets der Regen vom Himmel vorenthalten. Wären da nicht die Tiere, würde es bei ihnen gar nicht regnen. Und sobald sie den Bund Allahs und Seines Gesandten brechen, wird Allah einen Feind von außen Macht über sie gewähren, der ihnen einen Teil ihres Vermögens nimmt. Und wenn ihre Herrscher nicht nach dem Buch Allahs und der Offenbarung Allah urteilen, wird Allah Gewalt unter ihnen verbreiten.‘“
 
Ibn Mâdschah überlieferte mit einer authentischen Überliefererkette von Abû Mâlik al-Asch´arî, dass der Gesandte Allahs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Leute von meiner Umma werden sicher Wein trinken und ihn mit einem anderen Namen benennen. Für sie werden mit Musikinstrumenten (Ma´âzif) Sängerinnen spielen. Allah wird sie von der Erde verschlucken lassen und aus ihnen Affen und Schweine machen.“
 
Die achte Betrachtung: Abû l-´Âliya sagte: „Wer sich Allah auf Erden widersetzt, der hat auf der Erde Unheil gestiftet. Denn das Wohlergehen auf Erden und im Himmel liegt im Gehorsam gegenüber Allah.“ Aus diesem Grund heißt es in einem Hadith: „Eine im Islam festgelegte Strafe, die auf der Erde vollstreckt wird, ist für die Bewohner der Erde besser, als wenn es vierzig Morgen lang regnet.“ (Überliefert von Ibn Mâdschah mit einer guten Überliefererkette). Wenn nämlich die Strafen vollstreckt werden, schrecken viele Menschen davor zurück, Verbotenes zu begehen. Und wenn Sünden begangen werden, sind sie die Ursache für das Schwinden des Segens des Himmel und der Erde. Wenn einst ´Îsâ (Friede sei mit ihm) am Ende der Zeit herabkommt und nach dem islamischen Gesetz richtet, indem er das Schwein tötet, das Kreuz zerbricht und die Kopfsteuer (Dschizya) abschafft, weil nur noch der Islam angenommen wird, und wenn Allah dann zu seiner Zeit den Daddschâl und seine Anhänger sowie Ya`dschûdsch und Ma`dschûdsch (Gog und Magog) vernichtet, dann wird zur Erde gesagt: „Gib deinen Segen preis!“ Dann wird von einem Granatapfel eine große Menge Menschen essen und sie werden unter seiner Schale Schatten finden. Und die Milch einer Kamelstute wird für eine Gruppe von Menschen ausreichen. Dies geschieht nur durch den Segen der Umsetzung der islamischen Gesetzgebung. Immer wenn die Gerechtigkeit verwirklicht wird, mehren sich die Segnungen und das Gute. Aus diesem Grund ist in den Ṣahîh-Werken belegt, dass der Gesandte Allahs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) an einem Totengeleit vorbeiging und sagte: „Dieser ist zur Ruhe gekommen und vor diesem haben wir nun unsere Ruhe.“ Die Leute fragten: „O Gesandter Allahs! Was bedeutet ‚zur Ruhe gekommen‘ und ‚vor diesem haben wir unsere Ruhe‘?“ Er antwortete: „Der gläubige Diener entkommt dem Mühsal und den Leiden des Diesseits und gelangt zur Barmherzigkeit Allahs, des Mächtigen und Erhabenen. Und vor dem sündhaften Diener haben die Menschen, die Länder, die Bäume und die Tiere ihre Ruhe.“ (Überliefert von al-Buchârî).
 
Das Fazit zum Vers: Jedes Unheil, das auf Erden geschieht, hat seine Ursache in der Abweichung von Allahs Geboten, der Grund dafür ist die Verehrung anderer neben Allah (Schirk) und der Unglaube (Kufr). Das Unheil ist eine Strafe, die Allah verhängt, damit der Mensch seinen Fehler erkennt, wenn er ohne Rechtleitung von Allah neben Ihm andere Dinge verehrt. Wer das Leiden unserer Welt kennt, der erkennt die Notwendigkeit des Menschen für den Islam – und dass die Verehrung anderer neben Allah und die Sünden manch verheerendes Unheil für die Menschen nach sich ziehen und dass damit die Menschen bestraft werden. Zudem verdient der Mensch durch die Verehrung anderer und die Sünden die Strafe Allahs. Die Verbreitung von Schandtaten und Sünden wirkt sich auf ihre Bewohner aus, indem es ihnen schlechter als zuvor geht. Sie sind dann dazu aufgefordert, das Gute zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten, damit Allah dadurch den Schaden von ihnen abwendet, der sie überkam.
 
 
 
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Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 17 05:46AM

Artikel - Islamweb
Artikel - Islamweb
 
Rang verschiedener Handlungen und die individuelle Situation des Handelnden Teil 2
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248233
Sep 17th 2026, 05:18
 
 
In Teil 1 ging es darum, dass es Angelegenheiten und Anbetungen gibt, die ihrem Wesen nach vorzüglicher sind als andere – wie das Lesen des Qurân im Bereich des Dhikr (Gedenken an Allah) und Aussagen, denn dies sind die besten Taten der Zunge. Und wie das Gebet im Kapitel der Anbetungen des Körpers und Ähnliches, denn „das Gebet ist das Beste, was es gibt“ und „Wisst, dass das Beste eurer Handlungen das Gebet ist“. Aber es kann Umstände geben, die es aus einem anderen Grund oder einer anderen Richtung weniger vorzüglich machen als andere Taten.
 
Erstens: In Bezug auf die Berücksichtigung von Zeit und Ort
 
Der Grundsatz hier ist, dass das Vorzügliche zu jeder Zeit „die Pflicht der Zeit (Wâdschib Al-Waqt)“ ist – das, was Allah und Sein Gesandter zu tun befohlen haben. Denn es ist, auch wenn es zu einer anderen Zeit weniger vorzüglich ist, in dieser Zeit vorzüglich. Wie das Wiederholen des Gebetsrufs (Adhân) hinter dem Mu`aḏḏin, die Morgen- und Abend-Dhikr zu ihrer Zeit, die Schlaf-Dhikr und andere festgelegte Dhikr und Bittgebete – sie werden zu ihrer Zeit vorgezogen und sind vorzüglicher als das Lesen des Qur’an. Ebenso ist der Lobpreis (Tasbîh) im Verbeugen (Rukû´) und in der Niederwerfung (Sudschûd) größer als das Lesen des Qurân darin, denn es ist darin sogar verboten. Und das Gebet an sich ist vorzüglicher als andere Handlungen, aber zu den verbotenen Zeiten ist es weniger vorzüglich. Und das Gebieten des Rechten und Verbieten des Verwerflichen zum Zeitpunkt seines Auftretens ist größer als das Lesen des Qurân und das Unterlassen des Gebietens und Verbietens.
 
Hierauf weist der Scheich Al-Islâm, möge Allah sich seiner erbarmen, bereits hin. Und er sagte auch: „Das weniger Vorzügliche zur rechten Zeit und am rechten Ort ist vorzüglicher als das Vorzügliche.“ Und er sagte: „Das weniger Vorzügliche am rechten Ort vorzüglicher und ist vorzüglicher für denjenigen, für den das Vorzügliche nicht geeignet ist.“
 
Man kann dies auch damit veranschaulichen, dass das freiwillige Gebet im Allgemeinen vor anderen Handlungen vorgezogen wird – „das Gebet ist das Beste, was es gibt“, „Wisst, dass das Beste eurer Handlungen das Gebet ist“. Und dennoch: „Das Lesen, der Dhikr und das Bittgebet zu den Zeiten, in denen das Gebet verboten ist – wie die fünf Zeiten und die Zeit der Predigt – sind vorzüglicher als das Gebet. Und der Lobpreis (Tasbîh) im Verbeugen (Rukû´) und in der Niederwerfung (Sudschûd) ist vorzüglicher als das Lesen, und der letzte Taschahhud ist vorzüglicher als der Dhikr.“
 
Zweitens: In Bezug auf die Fähigkeit und das Unvermögen
 
Das allgemein Vorzügliche kann für denjenigen, der es nicht vermag oder dem es schwerfällt, es auszuführen – entweder wegen einer Schwäche in ihm oder wegen einer Eigenschaft, die ihn daran hindert – weniger vorzüglch sein. Ibn Taymiyya sagte: „Und es kann sein, dass das weniger Vorzüglich für denjenigen, der es vermag und davon Nutzen hat, vorzüglicher ist als das Vorzügliche für denjenigen, der nicht so ist.“ (Madschmû´ Al-Fatâwâ 11/399). Und er sagte: „Und es kann sein, dass der Mann unfähig ist zum Vorzüglichen, sodass das, was er vermag, für ihn vorzüglicher ist – und Allah weiß es am besten.“ (Madschmû´ Al-Fatâwâ 14/433). Und er sagte: „Die meisten Menschen sind unfähig zu den vorzüglichsten Handlungen. Wenn sie ihnen befohlen würden, würden sie sie auf eine Weise tun, von der sie keinen Nutzen haben oder nur einen geringen Nutzen. So kann für einen dieser Menschen die Handlung, die ihm entspricht und von der er Nutzen hat, vorzüglicher sein als das, was nicht so ist.“
 
(Was für jeden Menschen vorgeschrieben ist, ist, das Gute zu tun, was er vermag, wie Allah, der Erhabene, sagte: “So fürchtet Allah, so viel ihr könnt.“ (Sûra 64:16). Und wenn sich die Zweige des Glaubens (Schu´ab Al-Îmân) überhäufen, dann gibt er dem den Vorzug, was Allah am wohlgefälligsten ist und wozu er am ehesten fähig ist. Denn es kann sein, dass er zum weniger Vorzüglichen fähiger ist als zum Vorzüglichen, und er erlangt dadurch etwas Vorzüglicheres, als er durch das Vorzügliche erlangen würde.) (Madschmû´ Al-Fatâwâ 7/651-652)
 
Drittens: In Bezug auf den Nutzen aus der Handlung
 
Das Vorzügliche variiert je nach den verschiedenen Zuständen der Menschen und dem, was sie an Zielen der Religion, Nutzen des Herzens und Zuständen des Glaubens verwirklichen. „Es kann sein, dass die Religion eines Menschen durch die geringere Handlung heilsamer wird als durch die vorzügliche, sodass sie für ihn vorzüglicher wird. Ja, es kann sogar sein, dass das Tun der geringere Handlung für ihn nützlicher ist. ... Welche Handlung auch immer nützlicher und für Allah gehorsamer ist, die ist für ihn vorzüglicher als das Aufbürden einer Handlung, die er nicht in der richtigen Weise ausführt.“ (Madschmû´ Al-Fatâwâ 7/652)
 
Ibn Taymiyya sagte: „Die Anbetung, von der er Nutzen hat, bei der sein Herz anwesend ist, zu der er Neigung hat und die er liebt, ist vorzüglicher als eine Anbetung, die er in Unachtsamkeit und ohne Neigung verrichtet.“
 
Und zu seinen Worten in diesem Kapitel gehört auch seine Aussage: „Und es kann sein, dass der Nutzen mancher Menschen aus der geringen Handlung größer ist – je nach seinem Zustand – entweder weil sein Herz dabei versammelt ist und seine Brust sich dafür öffnet und seine Kraft dafür vorhanden ist – wie derjenige, der dies manchmal beim Dhikr findet, nicht aber beim Lesen (Qirâ`a) –, sodass die Handlung, die er in vollkommener Weise verrichtet, für ihn vorzüglicher ist als die Handlung, die er in unvollkommener Weise verrichtet, selbst wenn die Art dieser vorzüglicher ist. Und es kann sein, dass der Mann unfähig zum Vorzüglichen ist, sodass das, was er vermag, für ihn vorzüglicher ist – und Allah weiß es am besten.“
 
Und zu den Dingen, die man wissen sollte, gehört, dass die Vorzüglichkeit des Lesens, des Dhikr, des Bittgebets (Du´â`), des Gebets und anderem sich je nach dem Zustand des Mannes unterscheiden kann. Das nachdenkliche Lesen ist vorzüglicher als das Lesen ohne Nachdenken. Und das Gebet in Demut (Chuschû´) und Anwesenheit des Herzens ist vorzüglicher als das Gebet ohne dies.
 
Und es kann sein, dass die geringe Handlung entsprechend dem Zustand der bestimmten Person vorzüglicher ist – entweder weil sie unfähig zum Vorzüglichen ist oder weil ihre Liebe, ihr Verlangen, ihre Sorge und ihr Nutzen aus der geringen Handlung größer sind – sodass sie für ihn vorzüglicher ist, wegen des, was damit an vermehrter Handlung, Liebe, Willenskraft und Nutzen verbunden ist. Aus diesem Kapitel wird der Dhikr für manche Menschen zu manchen Zeiten besser als das Lesen, und das Lesen für manche von ihnen zu manchen Zeiten besser als das Gebet und Ähnliches – wegen der Vollkommenheit ihres Nutzens daraus, nicht weil es in seiner Art vorzüglicher ist.
 
Und wenn sich die Aspekte frommen Handelns überlappen, dann gibt man dem den Vorzug, was Allah am wohlgefälligsten ist und wozu er am ehesten fähig ist. Denn es kann sein, dass er zum weniger Vorzüglichen fähiger ist als zum Vorzüglichen, und er erlangt dadurch etwas Vorzüglicheres, als er durch das Vorzügliche erlangen würde. ... Das Vorzüglichste für diesen ist, dass er das sucht, was für ihn nützlicher ist – und das ist für ihn vorzüglicher – und dass er nicht das sucht, was absolut vorzüglich ist, wenn es für ihn unmöglich oder schwierig ist und ihm das entgeht, was für ihn vorzüglicher und nützlicher ist.
 
Abschließende Bemerkung
 
Die Handlungen umfassen Vorzügliches und weniger Vorzügliches. Aber es kann etwas eintreten, das das weniger Vorzüglich zum Vorzüglichen macht. Daher ist es notwendig, diese Angelegenheit zu betrachten und zu kennen und das zu kennen, was mit dieser Vorzüglichkeit zusammenhängt. Dann ist es notwendig, die Arten der Angesprochenen und ihre Zustände zu kennen, damit jeder Mensch zu dem angeleitet wird, was ihn heilsam macht oder was für ihn das Heilsamste vom Gehorsam gegenüber Allah und Seinem Gesandten ist, und damit ihm das verboten wird, von dessen Verbot er Nutzen hat. Und er soll nicht zu einem Guten angeleitet werden, das ihn in das stürzt, was schlimmer ist als das Verbotene – bei gleichzeitigem Unvermögen dazu.
 
Und Allah, der Erhabene, weiß es am besten. Und unser letzter Ruf ist, dass alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten.
 
 
 
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Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 14 07:44AM

Artikel - Islamweb
Artikel - Islamweb
 
Sure Al-Kauthar – Die unersch&#246;pfliche Fülle im Kleinen
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248218
Sep 14th 2026, 07:28
 
 
Die Sure Al-Kauthar, „Die Überfülle“ oder „Das Gute im Überfluss“, ist die kürzeste Sure des Qurâns mit nur drei Versen. Sie ist die 108. Sure und wurde in Mekka offenbart, in einer Zeit, in der der Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) von seinen Gegnern mit Hohn und Spott bedacht wurde. Seine Feinde, die seine Söhne, die alle im Kindesalter starben, sahen, verspotteten ihn als Abtar – einen Mann ohne männliche Nachkommen, dessen Linie aussterben und dessen Andenken vergehen würde. Diese Sure wurde als göttliche Antwort auf diesen Spott offenbart. Sie ist ein Trost für den Propheten und eine Erklärung der wahren Natur von Erfolg, Reichtum und Beständigkeit. Sie lehrt den Muslim, dass der wahre Wert eines Menschen nicht in materiellem Besitz oder Nachkommen liegt, sondern in der Verbindung zu Allah und den ewigen Werten des Glaubens. In ihrer Kürze enthält diese Sure eine Botschaft von überwältigender Kraft und unendlicher Bedeutung für jeden Tag.
 
Der erste Vers, „Wir haben dir ja Al-Kauthar gegeben“ (Sure 108:1), ist die göttliche Versicherung. Das Wort Al-Kauthar beschreibt ein unermessliches, unerschöpfliches Gut. Es bezieht sich auf den Fluss Al-Kauthar im Paradies, der den Gläubigen einen ewigen Durst stillen wird, aber es umfasst auch all die immensen Segnungen, die Allah dem Propheten im Diesseits und Jenseits gewährte – die Prophetenschaft, den Qurân, die unzähligen Gefährten und die bleibende Botschaft des Islam. Diese göttliche Zusicherung steht in scharfem Kontrast zu der kurzsichtigen Kritik der Ungläubigen. Sie sahen nur den Verlust von Söhnen und betrachteten dies als Schwäche. Allah aber offenbarte, dass die wahre „Fülle“ und Beständigkeit in dem liegt, was Er gab, und nicht in dem, was die Welt als wertvoll erachtet. Für den heutigen Muslim ist dies eine Befreiung von den engen Maßstäben der Gesellschaft. Wenn er mit Rückschlägen oder Enttäuschungen konfrontiert wird – sei es im Beruf, in der Familie oder im sozialen Status – erinnert ihn diese Sure daran, dass der wahre Reichtum bei Allah liegt und dass das, was wirklich zählt, nicht immer sichtbar oder in weltlichen Begriffen messbar ist.
 
Der zweite Vers, „So bete zu deinem Herrn und opfere“ (Sure 108:2), ist die Anweisung, die auf die göttliche Gabe folgt. Die Reaktion auf die unermessliche Gnade ist nicht Selbstgefälligkeit, sondern Handeln in Form von Dienst und Dankbarkeit. Die Sure befiehlt zwei Handlungen: das Gebet (Salah) und das Opfer (Nahr). Das Gebet ist die spirituelle Verbindung zu Allah, die den Menschen in Demut und Hingabe vor Ihn bringt. Das Opfer (Nahr), das sich speziell auf das Opfertier während des Eid al-Adha bezieht, aber auch allgemein alle Handlungen der Hingabe und Selbstlosigkeit umfasst, symbolisiert die Bereitschaft, das zu opfern, was einem lieb und teuer ist, um Allah zu gefallen.
 
Diese Aufforderung „Bete und opfere“ ist ein Leitfaden für den Alltag. Wenn der Muslim von Allah mit einem Segen bedacht wird – einem neuen Job, Gesundheit, einem Kind – dann ist seine erste Pflicht, Allah zu danken, indem er seine Gebete verrichtet und bereit ist, von dem, was Allah ihm gegeben hat, zu opfern. Dies verhindert, dass der Mensch im Besitz versinkt und die Quelle des Segens vergisst. Es kultiviert eine Haltung der Dankbarkeit (Shukr), die der Schlüssel zu mehr Segen ist. Die Sure lehrt auch, dass der spirituelle Akt des Gebets untrennbar mit der praktischen Hingabe des Opferns verbunden ist – der Glaube muss sich in Taten der Hingabe und des Verzichts manifestieren.
 
Der dritte und letzte Vers kehrt die Spieße gegen die Spötter um: „Gewiss, derjenige, der dich hasst, - er ist vom Guten abgetrennt“ (Sure 108:3). Derjenige, der den Propheten wegen seiner vermeintlichen Kinderlosigkeit verspottete, ist selbst derjenige, der von aller guten Gnade abgeschnitten ist. Während der Prophet und seine Botschaft die Jahrhunderte überdauern und die Herzen von Milliarden von Menschen erreichen, sind die Namen seiner Feinde im Wesentlichen vergessen. Sie sind die wahren Abtar – diejenigen, deren Erbe und deren Werk keine Substanz und keine ewige Bedeutung haben. Diese Verse sind eine zeitlose Ermutigung für jeden Gläubigen. Wenn er von Menschen wegen seiner Religion, seiner Umstände oder seiner Entscheidungen verspottet wird, soll er sich nicht beirren lassen. Diejenigen, die spotten und die Wahrheit ablehnen, sind diejenigen, die letztlich verlieren werden.
 
Für den Alltag hat Sure Al-Kauthar eine transformative Wirkung. Sie lehrt den Muslim, Gottvertrauen und eine positive Einstellung zu bewahren, auch wenn die Umstände düster erscheinen. Sie befreit ihn von der Notwendigkeit, sich an den Maßstäben der Welt zu messen und lehrt ihn, den wahren Wert in den ewigen Segnungen Allahs zu suchen. Sie ist ein Aufruf zur Demut und zu aufrichtigem Dienst, eine Trostquelle in Zeiten der Not und eine kraftvolle Erinnerung, dass diejenigen, die sich gegen Gott und Seine Boten stellen, scheitern werden, während diejenigen, die an Ihn glauben und gute Werke tun, in dieser Welt und der nächsten Erfolg haben werden. Möge Allah uns zu denen zählen, die die Überfülle Seiner Gnade erkennen und Ihm durch unsere Worte und Taten danken.
 
 
 
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Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 14 07:44AM

Artikel - Islamweb
Artikel - Islamweb
 
Sure Al-Mâ´ûn – Die soziale Verantwortung des Glaubens
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248215
Sep 14th 2026, 07:28
 
 
Sure Al-Mâ´ûn, „Die alltägliche Hilfe“ oder „Die kleine Wohltat“, ist die 107. Sure des Qurâns und eine der eindringlichsten sozialen Kritiken der Heiligen Schrift. Sie entlarvt die Kluft zwischen äußerer Frömmigkeit und innerer Empathie, zwischen rituellem Gebet und sozialem Gewissen. In nur sieben Versen wird ein vernichtendes Urteil über diejenigen gefällt, die ihre Religion praktizieren, aber die grundlegendsten menschlichen Pflichten gegenüber ihren Mitmenschen vernachlässigen. Die Sure wurde in Mekka offenbart und adressiert eine universelle menschliche Schwäche, die in jeder Gesellschaft und zu jeder Zeit existiert: die Heuchelei, sich fromm zu geben, während das Herz hart und selbstsüchtig ist. Für den Alltag eines Muslims ist diese Sure ein unverzichtbarer Weckruf, der die Gebote des Islam mit dem Leben in der Gemeinschaft verbindet.
 
Die Sure beginnt mit einer rhetorischen Frage, die den Leser direkt anspricht: „Siehst du (nicht) denjenigen, der das Gericht für Lüge erklärt?“ (Sure 107:1). Diese Frage zieht denjenigen ins Licht, der die Realität des Gerichts, der Rechenschaft und des ewigen Lebens leugnet. Der zweite Vers präzisiert, was diese Leugnung in der Praxis bedeutet: „Das ist derjenige, der die Waise zurückstößt“ (Sure 107:2). Die Sure stellt eine direkte Verbindung her zwischen der Leugnung des Jüngsten Gerichts und der Misshandlung der Schwächsten der Gesellschaft. Die Waisen, die in der vorislamischen Gesellschaft oft entrechtet und ausgebeutet wurden, sind der Prüfstein für den wahren Charakter eines Menschen. Wer sie mit Härte behandelt, ihre Rechte missachtet oder sie wegstößt, offenbart damit, dass sein Herz kein Platz für die grundlegenden menschlichen Werte hat – und dass er den Glauben an die göttliche Rechenschaft nicht wirklich verinnerlicht hat.
 
Vers 3 fährt fort: „und nicht zur Speisung des Armen anhält“ (Sure 107:3). Es geht hier nicht nur um das persönliche Geben, sondern darum, andere zu ermutigen und eine Kultur der Großzügigkeit zu fördern. Die Sure kritisiert diejenigen, die nicht nur selbst nichts geben, sondern auch nicht das geringste Interesse daran zeigen, dass die Hungrigen gesättigt werden. Dies ist eine Anklage gegen die individuelle und kollektive Gleichgültigkeit gegenüber der Armut. Im Alltag bedeutet dies, dass der Muslim nicht nur selbst wohltätig sein soll, sondern auch eine aktive Rolle bei der Förderung des Wohls in seiner Gemeinschaft spielen muss. Er soll die Not der Armen nicht übersehen und andere an ihre Pflicht erinnern.
 
Die folgenden Verse sind der schärfste Teil der Sure, denn sie sprechen eine Gruppe an, die man erwarten würde, besser zu sein: die Betenden. „Wehe nun den Betenden“ (Sure 107:4). Dieser Fluch ist ein Schock, denn er richtet sich gegen diejenigen, die scheinbar die Religion praktizieren. Die Sure erklärt dann, warum: “denjenigen, die auf ihre Gebete nicht achten “ (Sure 107:5). Die Unachtsamkeit im Gebet (Sahw) bezieht sich nicht auf das völlige Unterlassen, sondern auf das Verrichten des Gebets ohne Konzentration, ohne Demut, ohne die innere Anwesenheit des Herzens. Es ist das Gebet, das zur Gewohnheit wird, zu einer leeren äußeren Hülle, die den Betenden nicht daran hindert, gleichzeitig unmoralisch und gefühllos zu sein. Der sechste Vers nennt einen weiteren Fehler: diejenigen, „die dabei (nur) gesehen werden wollen“ (Sure 107:6). Sie beten nicht für Allah, sondern um von den Menschen gesehen und gelobt zu werden. Ihre Frömmigkeit ist Heuchelei (Riya'), eine Zurschaustellung, die den inneren Wert der Handlung zunichte macht.
 
Der siebte und letzte Vers bringt alles auf den Punkt: „und die Hilfeleistung verweigern“ (Sure 107:7). Das Wort Al-Mâ´ûn bezieht sich auf die kleinsten, alltäglichsten Hilfsgüter – Dinge wie eine Nadel, einen Eimer Wasser oder das Ausleihen eines Werkzeugs. Die Sure endet mit der Anklage, dass diejenigen, die äußerlich fromm sind, aber innerlich leer, nicht einmal bereit sind, die kleinsten Gefälligkeiten zu erweisen. Dies ist der ultimative Beweis für ihre Herzenshärte und ihren Egoismus.
 
Die Botschaft der Sure Al-Mâ´ûn ist für den Alltag von überwältigender Bedeutung. Sie lehrt, dass der Glaube keine Privatsache ist, die sich auf das Gebet in der Moschee beschränkt. Der wahre Glaube manifestiert sich im sozialen Gewissen und im praktischen Handeln. Eine Person, die betet, aber ihre Mitmenschen, insbesondere die Bedürftigen, ignoriert oder misshandelt, hat den Geist der Religion nicht verstanden. Der Prophet warnte, dass derjenige, der nicht barmherzig ist, keine Barmherzigkeit erfahren wird. Die Sure fordert den Muslim auf, seinen Glauben ganzheitlich zu leben: Er muss seine Gebete mit Hingabe verrichten und gleichzeitig ein aktives Mitglied seiner Gemeinschaft sein, das sich um die Waisen kümmert, die Armen speist und auch die kleinsten Hilfsleistungen nicht verweigert. Dies ist der Islam in seiner reinsten Form – eine Religion der Anbetung Gottes und des Dienstes an der Menschheit. Die Sure ermutigt zu Empathie, Großzügigkeit und Aufrichtigkeit und verurteilt Heuchelei, Gleichgültigkeit und die Vernachlässigung der sozialen Verantwortung. Möge Allah uns vor der Heuchelei bewahren und uns zu denen zählen, die beten und gleichzeitig die Rechte der Menschen achten und ihnen in jeder erdenklichen Weise helfen.
 
 
 
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Artikel - Islamweb
Artikel - Islamweb
 
Sure Al-Masad – Die Warnung vor Hochmut und Feindschaft
http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248221
Sep 14th 2026, 07:29
 
 
Die Sure Al-Masad, auch bekannt als Sure Abû Lahab, ist eine der deutlichsten und eindringlichsten Warnungen im Koran. Sie ist die 111. Sure und besteht aus nur fünf Versen, doch ihre Botschaft ist von erschreckender Klarheit und zeitloser Relevanz. Sie handelt von Abû Lahab, einem Onkel des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), der zu seinen erbittertsten Feinden gehörte. Doch diese Sure ist weit mehr als eine historische Abrechnung mit einem einzelnen Gegner. Sie ist ein universelles Lehrstück über die Gefahren von Arroganz, die Nichtigkeit von Reichtum und Macht sowie die Konsequenzen der Feindschaft gegenüber der Wahrheit. Für den Alltag eines Muslims bietet sie tiefgreifende Lektionen über Demut, die wahre Natur des Erfolgs und die Bedeutung von Charakterfestigkeit.
 
Die Sure beginnt mit den Worten: „Zugrunde gehen sollen die Hände Abû Lahabs, und zugrunde gehen soll er (selbst)!“ (Sure 111:1). Das Wort Tabbat ‚zugrunde gehen‘ drückt einen Fluch und eine endgültige Verurteilung aus, eine Ankündigung des völligen Scheiterns und Verlustes. Die „Hände“ symbolisieren hier die Macht und die Handlungsfähigkeit. Abû Lahab, dessen Name wörtlich „Vater der Flamme“ bedeutet, war bekannt für seinen Reichtum, seine Abstammung und sein attraktives Äußeres – sein Beiname „Lahab“ bezog sich auf seine strahlende Schönheit. Doch Allah kehrt dieses Bild um: Die Flamme, mit der er sich brüstete, wird zu seiner Qual im Jenseits.
 
Für den heutigen Muslim ist diese Sure eine Mahnung, sich nicht von äußerlichen Merkmalen wie Reichtum, Status oder Schönheit blenden zu lassen. Abû Lahab vertraute auf seine Stellung und sein Vermögen, doch der zweite Vers stellt klar: „Was nützt ihm sein Besitz und das, was er erworben hat?“ (Sure 111:2). Weder sein Geld noch seine Kinder, auf die er so stolz war, konnten ihn vor Allahs Gericht retten. Dies ist eine zeitlose Lektion: Materieller Besitz und soziale Anerkennung sind vergänglich und bieten im Angesicht der Wahrheit keinen Schutz. Ein Muslim, der die Sure Al-Masad verinnerlicht, wird daran erinnert, dass sein wahrer Wert nicht in seinem Bankkonto oder seinem Berufstitel liegt, sondern in seinem Glauben und seinen Taten.
 
Der dritte Vers beschreibt seine Strafe: „Er wird einem Feuer voller Flammen ausgesetzt sein“ (Sure 111:3). Die Sure nutzt hier eine tiefe sprachliche und inhaltliche Ironie: Abû Lahab, der „Vater der Flamme“, wird in einem Feuer brennen. Seine Feindschaft gegen den Propheten – die sich in offenem Spott, körperlicher Bedrohung und dem Versuch, seine Botschaft zu diskreditieren, äußerte – wird zu seiner eigenen Vernichtung. Im Alltag lehrt uns dies, dass unsere Feindseligkeit und unser Hass gegen andere, insbesondere gegen diejenigen, die das Gute verkörpern, letztlich auf uns selbst zurückfallen. Wer sich gegen die Wahrheit stellt, wird früher oder später die Konsequenzen tragen.
 
Besonders aufschlussreich ist die Erwähnung seiner Frau in den Versen 4 und 5: „und (auch) seine Frau, die Brennholzträgerin. Um ihrem Hals ist ein Strick aus Palmfasern.“ (Sure 111:4–5). Seine Frau, Umm Jamil, unterstützte ihn nicht nur in seiner Feindschaft, sondern war auch dafür bekannt, Dornen auf den Weg des Propheten zu legen und Verleumdungen und Lügen zu verbreiten, um Zwietracht zu säen. Ihre Taten der Sabotage und der Nachrede werden in ein Symbol der Demütigung verwandelt: Anstelle von wertvollen Schmuckstücken trägt sie am Tag des Gerichts ein grobes Seil aus Palmfasern um den Hals. Diese Verse machen deutlich, dass auch diejenigen, die nicht öffentlich im Vordergrund stehen, aber durch Unterstützung, Verleumdung oder das Schüren von Konflikten zum Unrecht beitragen, zur Verantwortung gezogen werden. Männer und Frauen sind gleichermaßen für ihre Handlungen verantwortlich, und keine Beziehung kann einen vor der göttlichen Gerechtigkeit schützen.
 
Ein besonders bemerkenswerter Aspekt dieser Sure ist, dass sie zu einer Zeit offenbart wurde, als Abû Lahab noch am Leben war. Er hätte die Korrektheit des Korans leicht widerlegen können, indem er einfach den Islam angenommen hätte – doch sein Hochmut und seine Feindschaft waren so tief verwurzelt, dass er dazu nicht in der Lage war. Dies zeigt, dass es nicht immer Unwissenheit ist, die Menschen von der Wahrheit abhält, sondern oft ein arrogantes, verstocktes Herz. Diese Sure fordert den Gläubigen daher zur Selbstreflexion auf: Gibt es Bereiche in meinem Leben, in denen ich aus Stolz oder Bequemlichkeit die Wahrheit ablehne? Bin ich bereit, mich demütig zu korrigieren, wenn ich einen Fehler erkenne?
 
Die Sure Al-Masad ist eine kraftvolle Erinnerung, dass wahre Größe nicht in Macht oder Besitz liegt, sondern in der Demut vor Allah und dem Festhalten an der Wahrheit. Sie warnt davor, sich auf der falschen Seite der Geschichte zu stellen und die Konsequenzen von Feindseligkeit und Arroganz zu unterschätzen. Für den Alltag bedeutet dies, dass wir unsere Absichten, unsere Worte und unsere Taten ständig prüfen sollten, um sicherzustellen, dass wir nicht zu denen gehören, die das Gute bekämpfen oder das Unrecht unterstützen. Möge Allah uns vor Hochmut bewahren und uns auf den Weg der Wahrheit und Demut leiten.
 
 
 
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