- Artikel - Islamweb: Gute und böse Omen auf der Waagschale der Glaubenslehre Teil 1 - 1 Aktualisierung
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| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 22 05:48AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Gute und böse Omen auf der Waagschale der Glaubenslehre Teil 1 http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248317 Sep 22nd 2026, 04:54 Die korrekte islamische Glaubenslehre verwirklicht das Glück und den Erfolg im Diesseits und Jenseits – aufgrund der Richtigkeit ihrer Beweise, ihrer Übereinstimmung mit dem gesunden Herzen, der korrekten natürlichen Veranlagung und dem gesunden Menschenverstand. Der Muslim ist dazu angehalten, Anlässe für Übel und Heimsuchung zu meiden und alles zu unterlassen, was normalerweise schadet. Zudem soll man glauben und überzeugt sein, dass Allah, der Erhabene, der Schöpfer jeder Ursachen und Wirkung ist, dass es keinen Schöpfer und keinen Bestimmer außer Ihm, dem Lobpreiswürdigen, gibt und dass Schaden und Nutzen allein in Seiner Hand sind. Der Islam ist gekommen, um Aberglauben, Wahnvorstellungen und Einbildungen zu beseitigen, die mit dem gesunden Menschenverstand spielen. Die Vogeldeutung – das Suchen nach Omen – gehört zu den Charakterzügen und Glaubensvorstellungen der vorislamischen Zeit der Unwissenheit, die der Islam verboten hat. Was einem Menschen geschieht, hätte ihn nicht verfehlen sollen, und was ihm entgangen ist, hätte ihm nicht zukommen sollen. Alles, was auf der Erde an Schaden oder Unglück geschehen ist und geschieht, ist in der wohlverwahrten Tafel niedergeschrieben, bevor die Seelen erschaffen wurden. Allah, der Erhabene, sagt: „Kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst, ohne dass es in einem Buch (verzeichnet) wäre, bevor Wir es erschaffen - gewiss, dies ist Allah ein Leichtes.“ (Sure 57:22). As-Sa´dî schreibt: „Er, der Erhabene, berichtet über die Allgemeingültigkeit Seiner Bestimmung und Vorherbestimmung: ‚Kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst‘ – dies umfasst allgemein alle Geschehnisse, die die Geschöpfe treffen, ob gut oder schlecht. Alles ist in der wohlverwahrten Tafel niedergeschrieben, das Kleine und das Große. Dies ist eine gewaltige Angelegenheit, die der gesunde Menschenverstand nicht erfassen kann – vielmehr verstummen bei ihr die Herzen derjenigen mit Verstand. Aber für Allah ist es leicht. Und Allah teilte Seinen Dienern dies mit, damit diese Grundlage bei ihnen gefestigt wird und sie darauf das aufbauen, was sie an Gutem und Bösem trifft – damit sie nicht verzweifeln und nicht traurig sind über das, was ihnen entgangen ist, wonach ihre Seelen verlangt haben und worauf sie sich gefreut haben, denn sie wissen, dass dies in der wohlverwahrten Tafel niedergeschrieben ist und notwendigerweise eintreten und geschehen muss. Es gibt keinen Weg, es abzuwehren. Sie sollen sich auch nicht über das freuen, was Allah ihnen gegeben hat, also im Sinne der Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit, denn sie wissen, dass sie es nicht durch ihre eigene Kraft und Stärke erlangt haben, sondern durch Allahs Gunst und Wohltat. So beschäftigen sie sich mit dem Dank an den, der die Gaben gewährt und die Übel abgewehrt hat.“ Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) hat uns vor der Vogeldeutung und dem Glauben an böse Omen gewarnt und uns zum Optimismus ermutigt. Er sagte: „Es gibt keine (magische) Ansteckung und keine Vogeldeutung, aber ich mag das gute Vorzeichen.“ Sie fragten: „Was ist das gute Vorzeichen?“ Er sagte: „Ein gutes Wort.“ (Überliefert von Al-Buchârî). Und von Abû Hurayra, möge Allah mit ihm zufrieden sein, wird überliefert, dass der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Es gibt keine (magische) Ansteckung, keine Vogeldeutung, keinen Pechvogel und keinen Unglücksmonat.“ (Überliefert von Al-Buchârî). In einer Überlieferung von Al-Buchârî heißt es: „Es gibt keine Vogeldeutung, und das Beste davon ist das gute Vorzeichen.“ Sie fragten: „Was ist das gute Omen?“ Er sagte: „Das gute Wort, das einer von euch hört.“ Die Aussage: „Und das Beste davon ist das gute Omen“ – das heißt, das beste Vorzeichen. Es bedeutet nicht, dass Omen gut wären, sondern vielmehr, dass das Beste jener Vermutungen, deren Auswirkungen sich in der Wirklichkeit zeigen, das gute Vorzeichen ist. Da fragten die Gefährten nach der Bedeutung des guten Omens, und er (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte ihnen: „Das gute Wort, das einer von euch hört.“ Al-Harawî sagte: „Diese Frage (‚Sie fragten: Was ist das gute Vorzeichen?‘) entstand, weil sie an die allgemeine Vorstellung der Vogeldeutung dachten, die sowohl böse als auch schlechte Omen beinhaltet, wie es bei ihnen üblich war.“ Und As-Suyûtî sagte: „Al-Halîmî sagte: Er lobte das gute Omen, nicht die Vogeldeutung, weil der Glaube an böse Omen bedeutet, dass man grundlos schlecht über Allah denkt, während der Optimismus bedeutet, dass man gut von Allah denkt. Der Gläubige ist aufgefordert, in jeder Lage gut von Allah zu denken.“ Die Worte: „Es gibt keine Ansteckung“ lehnt den damaligen Aberglauben ab, dass die Krankheit (magisch) von ihrem Träger auf andere übergeht und dass sie von selbst wirkt. Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) lehrte sie, dass dies nicht der Fall ist, sondern dass Allah, der Mächtige und Erhabene, die Krankheit bestimmt und den Schaden herabsendet, und dass die Ansteckung nicht von selbst wirkt, sondern dies durch Allahs Bestimmung und Beschluss geschieht. Dies widerspricht nicht dem Hadith: „Wenn ihr hört, dass die Pest in einem Land herrscht, dann betretet es nicht. Und wenn sie ausbricht, während ihr euch in einem Land befindet, dann verlasst es nicht, um davor zu fliehen.“ (Überliefert von Al-Buchârî). Die Gelehrten haben diesen scheinbaren Widerspruch in diesen Hadithen aufgelöst und sie in Einklang gebracht. An-Nawawî schreibt: „Ein Beispiel für die Kombination der Hadithe ‚Es gibt keine Ansteckung‘ und ‚ein Kranker darf nicht bei einem Gesunden eintreten.‘ Beides kann vereinbart werden, weil Krankheiten nicht von selbst übertragen werden, vielmehr bestimmte Allah, der Lobpreiswürdige und Erhabene, dass sie durch Kontakt übertragen werden. Daher verneinte der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) im ersten Hadith den Aberglauben der vorislamischen Zeit von der magischen Ansteckung, und wies im zweiten darauf hin, dass man Ursachen meiden soll, die gewöhnlich mit Allahs Erlaubnis schaden.“ Die Aussage: „Es gibt keine Vogeldeutung“ – auf Arabisch Tatayyur ‚Omen‘, ‚Vogelflugdeutung‘, ‚Wahrsagerei‘. Niemand soll also meinen, dass das, was er zur Ursache für Pessimismus gemacht hat – ob es ein Geschöpf, ein Ort oder eine Zeit ist – die Ursache für das ist, was ihm geschieht. Vielmehr geschieht alles durch Allahs, des Mächtigen und Erhabenen, Bestimmung. Und seine Aussage: „Und keinen Pechvogel (Hâma)“ – das ist der Name eines Vogels, der nachts fliegt, mit dem sie Pessimismus verbanden. Und seine Aussage: „Und keinen Unglücksmonat (Safar)“ – das ist der bekannte Mondmonat Safar, den die Araber als Unglücksmonat bezeichneten. Er ist ein Monat von den Monaten Allahs, in dem Gutes und Böses geschehen, und nichts geschieht in ihm oder in anderen Monaten und Tagen außer durch Allahs, des Mächtigen und Erhabenen, Bestimmung. Dieser Hadith „Es gibt keine Ansteckung und keine Vogeldeutung, und ich mag das gute Omen“ in seinen Versionen verbietet Omen, die mit Namen, Worten, Orten, Personen und der Zeit verbunden werden, vielmehr hängt alles von Allahs Bestimmung ab. Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) vereinte darin zwei Verbote und ein erwünschtes ‚Omen‘. Die zwei Verbotenen sind die magische Ansteckung und die Vogeldeutung. Das Erwünschte ist das gute Omen. Und dies gehört zur Lehre des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) für seine Umma. You are receiving this email because you subscribed to this feed at https://blogtrottr.com?lctg=695464 If you no longer wish to receive these emails, you can unsubscribe here: https://blogtrottr.com/unsubscribe/KVJTfy?lctg=695464&signature=c8eacc608f175b80448222db49ee378c6736a0cba7c25d5ee3c7b26227ed730f |
| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 22 05:48AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Gute und böse Omen auf der Waagschale der Glaubenslehre Teil 2 http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248323 Sep 22nd 2026, 04:55 Die Vogeldeutung und böse Omen Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) verbot die Vogeldeutung (Tiyara) – also Aberglauben – und erklärte dies zu einer Form der Vielgötterei (Schirk). Dies liegt daran, weil die Araber vor dem Islam glaubten, dass Vögel ihnen Glück brächten oder Schaden von ihnen abwehrten, wenn sie entsprechend handelten. Sie stellten somit Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, eine andere Macht zur Seite. Dies bedingt, dass das Herz sich nicht an Allah bindet, sondern an Geschöpfe, außerdem ist dieser Art Aberglaube typisch für Polytheisten. Von ´Abdullâh ibn Mas´ûd, möge Allah mit ihm zufrieden sein, wird überliefert, dass der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Die Vogeldeutung ist Götzendienst, die Vogeldeutung ist Götzendienst, die Vogeldeutung ist Götzendienst.“ (Überliefert von Abû Dâwûd). Ibn Hadschar schreibt in „Fath Al-Bârî“: „Die Tiyara […] ist der Pessimismus.“ Und Ibn Al-Athîr schreibt in „An-Nihâya fî Gharîb Al-Hadîth wa Al-Athar“: „Die Tiyara – oder Tîra – ist der Glaube, dass etwas ein böses Omen sei.“ An-Nawawî schreibt: „Die Vogeldeutung ist Götzendienst, das heißt: Der Glaube, dass sie nutzen oder schaden, wenn sie entsprechend handeln und dabei an ihre Wirkung glauben, ist Götzendienst, denn wer dies glaubt, schreibt den Vögeln eine Macht über Handlungen und das Schaffen dieser Umstände zu. […] Tatayyur ist der Glaube an schlechte Omen, das Wort bedeutet eigentlich unerwünschte Aussage, Handlung oder ein negatives Ereignis.“ Al-Munâwî schreibt in „Fayd Al-Qadîr“: „‚Die Vogeldeutung ist Götzendienst‘, das heißt, sie gehört zum Götzendienst. Denn die Araber glaubten, dass das, womit sie böse Omen verbanden, eine Ursache sei, die das Eintreten negativer Ereignisse bewirkt. Nur die Ursachen zu beachten, ist eine verborgene Form des Schirk, und somit erst recht, wenn dazu noch grobe Unwissenheit und Aberglaube kommen. Wer glaubt, dass jemand unabhängig von Allah nützt oder schadet, der gesellt Allah etwas bei.“ Ibn ´Abd Al-Barr schreibt in „At-Tamhîd“: „Wer Vogeldeutung beachtet, der sündigt, und seine Sünde liegt bei ihm selbst in seinem Beachtens der Vogeldeutung – wegen des Verlassens des Vertrauens (Tawakkul) und des klaren Glaubens. Denn er wird im Grunde von dem, womit er Vogeldeutung verbindet, heimgesucht, weil es keine wirklichen Vogeldeutung gibt und nichts außer dem geschieht, was Allah in Seinem vorausgegangenen Wissen wollte. Was ich in diesem Kapitel vertrete, ist: die Übergabe der Angelegenheit an Allah, den Mächtigen und Erhabenen, und das Aufgeben der endgültigen Festlegung auf Unglück durch Allah bei irgendetwas.“ Und Al-Qurtubî schreibt: „Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) verabscheute die Vogeldeutung, weil sie zu den Handlungen der Götzendiener gehören und weil sie eine schlechte Meinung von Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, hervorrufen.“ Ibn Taymiya schreibt in „Madschmû´ Al-Fatâwâ“: „Die Vogeldeutung bestehen darin, dass jemand eine Sache im Vertrauen auf Allah tut oder sich dazu entschließt und dann ein verhasstes Wort hört wie ‚Möge es nicht vollendet werden‘ oder ‚Möge es nicht gelingen‘ und Ähnliches, sodass er dies als Omen betrachtet und die Sache aufgibt – dies ist verboten.“ Ibn Al-Qayyim schreibt in „Miftâh Dâr as-Sa´âda“: „Er (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) machte seiner Umma die Angelegenheit klar und legte ihr die Falschheit der Wahrsagerei dar, damit die Menschen wissen, dass Allah, der Lobpreiswürdige, so etwas nicht als Zeichen für das Schicksal oder als Ursache für Schlimmes bestimmte, damit ihre Herzen Ruhe finden und sie die Einzigartigkeit verinnerlichen, mit der Er Seine Gesandten entsandte, Seine Bücher herabsandte, für sie die Himmel und die Erde erschuf und die beiden Wohnstätten – das Paradies und die Hölle – bevölkerte.“ Der Scheich Ibn Bâz schreibt in „Al-Qaul Al-Mufîd ´alâ Kitâb At-Tawhîd“: „Die Worte: ‚Die Vogeldeutung‘ beziehen sich auf sichtbare oder hörbare schlechte Omen. Es heißt auch, das böse Omen bekannter Dinge, ob diese nun sichtbar oder hörbar sind, ob Zeit oder Ort, diese Erklärung ist allgemeiner. Das Omen umfasst demnach auch Dinge, die weder sichtbar noch hörbar sind, wie Omen, die mit Zeiten in Verbindung gebracht werden. Das Wort Tatayyur bedeutet eigentlich Omen, doch wurde er den Vögeln zugeschrieben, weil die Araber damals meistens Omen mit Vögeln verbanden. Ansonsten bedeutet Tatayyur allgemein: ein Omen in Verbindung mit Gesehenem, Gehörtem oder Bekanntem. Die Araber verbanden Omen mit Vögeln, mit der Zeit, mit dem Ort und mit Personen. Dies ist eine Form von Schirk, wie der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte. Wenn der Mensch sich dem Glauben an Omen öffnet, verengt sich seine Welt und er stellt sich alles als Unglück vor. Das Omen soll dem Menschen gar nicht in den Sinn kommen, denn es vergällt ihm sein Leben. Es ist daher verpflichtend, dem Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) zu folgen, der gute Vorzeichen mochte. Der Mensch soll daher positiv denken und nicht an schlechte Omen glauben.“ You are receiving this email because you subscribed to this feed at https://blogtrottr.com?lctg=695464 If you no longer wish to receive these emails, you can unsubscribe here: https://blogtrottr.com/unsubscribe/KVJTfy?lctg=695464&signature=c8eacc608f175b80448222db49ee378c6736a0cba7c25d5ee3c7b26227ed730f |
| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Sep 22 05:48AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Gute und böse Omen auf der Waagschale der Glaubenslehre Teil 3 http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=248326 Sep 22nd 2026, 04:55 Gute Vorzeichen Das gute Vorzeichen oder Omen beschrieb der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) als das gute, schöne und wohlgefällige Wort, als seine Gefährten, möge Allahs Wohlgefallen auf ihnen sein, ihn fragten: „Was ist das gute Vorzeichen?“ Er antwortete: „Das gute Wort, das einer von euch hört.“ Al-Chattâbî schreibt: „Der Unterschied zwischen dem guten Vorzeichen und der Vogeldeutung besteht darin, dass das gute Vorzeichen auf einer positiven Einstellung von Allah, dem Erhabenen, beruht, während die Vogeldeutung darauf beruht, sich nicht auf Allah zu verlassen.“ Ibn Hubayra sagte: „Das gute Vorzeichen hat er (der Prophet) als das gute Wort beschrieben, das der Muslim hört und daraus auf das schließt, was ihn freut. Dies bedeutet, dass die Religion den Pessimismus und die Vogeldeutung verboten hat und den Optimismus empfohlen hat, weil das gute Vorzeichen bedeutet, gut von Allah, dem Erhabenen, zu denken, während die Vogeldeutung bedeutet, schlecht über Ihn, dem Mächtigen und Erhabenen, zu denken.“ An-Nawawî schreibt: „Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erklärte das gute Vorzeichen als das gute, schöne und wohlgefällige Wort. Die Gelehrten sagten: Er liebte das gute Vorzeichen nur deshalb, weil der Mensch, wenn er den Nutzen und die Gunst Allahs, des Erhabenen, durch etwas Einflussreiches oder Schwaches erhofft, in diesem Augenblick an das Gute denkt, selbst wenn er sich falsche Hoffnungen macht – denn die Hoffnung ist gut für ihn. Wenn er jedoch seine Hoffnung und Erwartung an Allah, den Erhabenen, aufgibt, dann ist das schlecht für ihn. Die Vogeldeutung hingegen beinhaltet eine negative Einstellung, man erwartet ein Unglück. Beispiele für gute Vorzeichen sind, dass jemand krank ist und man ihn positiv beeinfluss, indem man ihm etwa sagt: ‚Du bist ja schon wieder gesund‘, oder jemand sucht etwas und man sagt ihm: ‚Du wirst es finden‘, sodass man Hoffnung auf Heilung oder das Auffinden des Verlorenen hegt.“ Ibn Al-Qayyim schreibt: „Die Vorliebe für schöne Namen und Worte, die Allah, der Lobpreiswürdige, dem Menschen in die Wiege gelegt hat geliebte Worte – ist ähnlich dem, was Er in ihre angeborenen Anlagen gelegt hat von der Vorliebe für anmutige Landschaften, blühende Gärten, klares Wasser, schöne Farben, wohlriechende Düfte und köstliche Speisen. Und dies ist eine Sache, die man nicht abwehren kann und von der sich das Herz nicht abwenden kann. So nützt es dem Gläubigen, erfreut seine Seele und belebt sie und schadet ihm nicht in seinem Glauben und seinem Tauhîd. Und er (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) berichtete, dass das gute Vorzeichen zu den Vogeldeutung gehört, aber ihr Bestes ist. Er sagte: ‚Es gibt keine Vogeldeutung, und ihr Bestes ist das gute Vorzeichen.‘ So erklärte er die Vogeldeutung für ungültig und berichtete, dass das gute Vorzeichen dazugehört, aber ihr Bestes ist.“ Das gute Vorzeichen ist eine prophetische Sunna und eine positive Eigenschaft der gesunden Seele. Es hinterlässt seine Wirkung auf die Handlungen und Haltungen des Menschen, schenkt ihm Seelenfrieden und einen hohen Elan, pflanzt in ihm die Hoffnung und spornt ihn zum Handeln an. Das gute Vorzeichen ist nichts anderes als ein wahrhaftiger Ausdruck der guten und positiven Sicht auf das Leben. Das gute Vorzeichen ist ein Licht in den Finsternissen und eine Herzenshandlung, zu der der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) mit Worten und Taten ermutigt hat. Es ist verbunden mit dem Glauben an Allah, den Mächtigen und Erhabenen, und mit dem Wissen um Allah anhand Seiner schönsten Namen und höchsten Eigenschaften. Denn der Gläubige spürt die Allgegenwart Allahs: „Sei nicht traurig, Allah ist mit uns.“ (Sûra 9:40). Ebenso kennt er seinen Herrn durch Seine schönsten Namen – dass Er der Barmherzigste der Barmherzigen ist: „Und Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen.“ (Sûra 12:64), feinfühlig zu den Dienern: „Allah ist Feinfühlig zu Seinen Dienern.“ (Sûra â 42:19), und Seine Barmherzigkeit umfasst alles: „Und Meine Barmherzigkeit umfasst alles.“ (Sûra 7:156), Er verteidigt die Gläubigen: „Gewiss, Allah verteidigt diejenigen, die glauben.“ (Sûra 22:38), Er ist weitreichend in der Vergebung und nimmt die Reue an: „Der die Sünde vergibt und die Reue annimmt.“ (Sûra 40:3), Er ist der Helfer Seiner gläubigen Diener: „Wir werden gewiss Unsere Gesandten und diejenigen, die glauben, im diesseitigen Leben unterstützen.“ (Sûra 40:51) Es kommen noch viele andere schöne Eigenschaften Allahs im Qurân vor, die den Gläubigen Hoffnung, den Glauben an das Gute und das Hoffen auf Erleichterung vermitteln. Und all dies fließt in die Bedeutung des guten Vorzeichens ein, zu dem unser Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) mit Wort und Tat ermutigt hat und zu dem er seine Gefährten erzog. Auf der anderen Seite besteht eine enge Beziehung zwischen dem Glauben an schlechte Omen und der Vielgötterei, die mit psychischen Erkrankungen und schwachem Elan zusammenhängen. Wer daran glaubt, erwartet das Schlimmste und sieht in allem das Böse und Misserfolg. Aus diesem Grund verabscheute der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) böse Omen und liebte gute Vorzeichen. Von Abû Hurayra, möge Allah mit ihm zufrieden sein, wird überliefert, dass er sagte: „Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) liebte das gute Vorzeichen und verabscheute die Vogeldeutung.“ (Überliefert von Al-Buchârî). 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